Michael Jackson – klar, dass sofort der Hausarzt verdächtigt wird


Ein 50-jähriger Mann verstirbt wohl an plötzlichem Herztod. Tragisch, aber keine absolute Rarität.

Aber sofort wird ein Schuldiger gesucht und was liegt näher, als sofort dem Hausarzt die Schuld zuzuschieben?
Dieser Mann genoss offensichtlich das Vertrauen seines Patienten, sonst hätte er wohl nicht dort wohnen dürfen. Bei jedem Medikament gibt es Nebenwirkungen, die auch im seltenen Fall schwerwiegend sein können. Selbst auf das gute alte „Aspirin“ hin kann man an einer Magenblutung versterben oder im allergischen Schock. Aber ist deshalb dann der Arzt, der das Medikament empfahl oder verordnete SCHULD ??? 

Schuld liegt dann vor, wenn der „Täter“ absichtlich handelte oder zumindest grob fahrlässig. Davon sollte man in erster Linie eigentlich beim Arzt des Vertrauens nicht ausgehen.

Abgesehen davon, dass es uns alle eigentlich überhaupt nichts angeht, woran dieser geniale Musiker gestorben ist,  muss man doch davon ausgehen, dass er so schwer krank war, dass der Arzt gewisse Medikamente für notwendig hielt, auch auf das Risiko hin, dass (im seltenen Fall) schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten könnten.

Aber die Suche nach dem Schuldigen trägt wohl auch zur Befriedigung der Sensationsgeilheit der Massen bei. Ebenso wie die perverse Ankündigung eines US-Fernsehsenders gestern, einen Originalmitschnitt des Notrufs zu senden, der aus dem Hause Jackson abgesetzt wurde. Widerlich.

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One response to this post.

  1. Posted by drgeldgier on 29. August 2009 at 10:29 am

    Nun, gut zwei Monate nach seinem Tod, scheint es sicher zu sein, dass es eine Überdosis Propofol war, die Jackson das Leben kostete. Propofol hat defintiv nichts in der „Hausapotheke“ von wem auch immer zu suchen.
    Abweichend von meinem Statement zu diesem Thema vom 27.06.09 muss ich definitiv eingestehen, dass im Hause Jackson ein anderer Dr. Geldgier seine Finger auf fatale Weise mit ihm Spiel hatte.

    Ich hoffe, er wird dafür dann auch zur Rechenschaft gezogen, denn die Unterstützung des Medikamentenmissbrauchs mit diesem fatalen Ausgang hat letztlich mit ärztlicher Tätigkeit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun.

    Antwort

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