Ich habe meine Preisliste abgehängt


Gestern:

Eine meiner treuen MS-Patientinnen, die immer noch zu mir hält, obwohl sie alles, was ich ihr bisher verordnet habe, miserabel verträgt:

„Herr Doktor, wenn ich lese, wieviel Sie für meine Behandlung bekommen, dann trau ich mich gar nicht mehr zu Ihnen  zu kommen.“

Ich habe seit Januar – seitdem ja offiziell auch die Einzelpreise unserer Leistungen bekannt sind – eine derartige Preisliste im Wartezimmer hängen. Die meisten Leute sind baff erstaunt, dass es so lächerlich wenig ist (z.B. knapp 4€ für einen Demenztest), viele auch verärgert über die Politiker. Aber leider gibt es dann die Patienten, die sich dadurch gleich gar nicht mehr trauen zum Doktor zu gehen.

So läuft es schief, denn das ist nicht die Absicht dieser Aufklärung, dem Patienten das Gefühl zu geben, er sei ungewollt hier.

Ich habe die Plakate heute früh gleich aus meinem Wartezimmer entfernt.

Jetzt hängt da die neue Sixt-Werbung mit Ulla:

http://www.sixt.de/

Ich denke, das nimmt der Sache ein bißchen den Ernst.

Momentan sieht es so aus, als könnte ich mein T-Shirt „I survived Ulla“ bald auspacken. Aber wer sich zu früh freut, den bestraft das Leben.

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4 responses to this post.

  1. Posted by Benedicta on 29. Juli 2009 at 11:46 pm

    Sixt-Werbung mit Ulla? *prust*

    Das ist das Kreativste was ich zu der Aktion (der von Ulla, mein ich) bisher gehört hab. Kompliment!

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 30. Juli 2009 at 9:06 am

      sorry, wenn der sixt-Link nicht mehr die Werbung mit Ulla zeigt, aber aus urheberrechtlichen Gründen trau ich mich nicht das Bild hier einzustellen.

      Antwort

      • Posted by Benedicta on 30. Juli 2009 at 11:41 am

        Macht ja nix, der Gedanke an sich ist schon witzig.

        (Auch wenn das mit der Versicherung gequirlter Bullshit ist – es ist nämlich ganz normal, dass staatliches Eigentum nicht versichert ist.
        Sinn: der Staat ist solvent genug, eventuelle Schäden zu stemmen, während die Versicherungssummen ziemlich hoch wären. Die Kosten/Nutzen-Relation ist schlicht so, dass es für den Staat kostengünstiger ist, einen Schaden ggf. selbst zu zahlen als alle Gebäude undundund zu versichern.
        Weiß ich zufällig, weil eins unserer Uni-Gebäude mal komplett ausgebrannt ist – und da hieß es in der Presse auch erst „waaah, keine Versicherung, Skandal!“… Soweit ich mich erinnere, DARF staatliches Eigentum gar nicht versichert werden.)

        Antwort

  2. Hallo Dr. Geldgier,
    hier sind direkte Links zu drei Sixt-Anzeigen mit unserer Ulla:

    Antwort

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