Bürgerprotestolympiade – bitte weitersagen!


Wie schon mehrfach hier gepostet, engagiert sich die Publizistin Renate Hartwig seit einiger Zeit unermüdlich für die Sache der Patienten und gegen eine großkonzerngesteuerte Heuschreckenmedizin.

Gerade zum richtigen Zeitpunkt, nämlich rund 2 Wochen vor der Bundestagswahl ruft sie nun alle Patienten zu einer

„Bürgerprotestolympiade“
am
13.09. im Münchner Olympiastadion

auf. Die Powerfrau hat das ganze Stadion einfach mal so gemietet. Hut ab vor dieser Zivilcourage. Sie hat es verdient, dass wir das Stadion an jenem Sonntag bis auf den letzten Platz vollmachen.

Also bitte mitmachen und weitersagen.
Es geht um das angeblich wichtigste Gut:
Eure Gesundheit !

Mehr dazu:
http://www.patient-informiert-sich.de/
http://patient-informiert-sich.de/olympiastadion/

 

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6 responses to this post.

  1. Viele Ärzte arbeiten genauso gewinnorientiert wie die MVZ. Besonders dreist treiben es die Hausärzte mit den „Anwendungsbeobachtungen“, die nichts anderes sind als Bestechungen für Verschreibungen. Nicht ohne Grund wird die Pharmaindustrie von Renate Hartwig nie angegriffen! Denn der Pharmavertreter ist der beste Freund des Hausarztes! Egal ob solo oder im MVZ!

    Antwort

    • Diese Stellungnahme versteh ich nicht so ganz:

      1. alle (niedergelassenen) Ärzte sind selbständig und müssen daber gewinnorientiert arbeiten. Im Übrigen meinst Du wohl nicht die MVZ’s, sondern die privaten Klinikketten, die ihre eigenen MVZ’s als „Staubsauger“ installiert haben, damit ihnen möglichst viele lukrative Patienten zugewiesen werden.

      2. Was haben Anwendungsbeobachtungen mit Verschreibungen zu tun? Natürlich, wenn ich ein Medikament (durch die Beobachtung) gut kenne, werde ich es auch einsetzen – wenn es notwendig ist und wenn ich es mir wirtschaftlich leisten kann!!!! Ansonsten werden mir die Kosten nämlich per Regress vom Honorar abgezogen! Im Übrigen liegt die Mehrzahl der Anwendungsbeobachtungen nicht bei den Hausärzten sondern bei den Internisten und ganz besonders bei onkologisch tätigen Ärzten (Interniste, Urologen, Gynäkologen).

      3. Warum Frau Hartwig – ich kenne sie nicht – die Pharmaindustrie nicht angreift, weiß ich nicht. Aber warum sollte sie? Die Pharmaindustrie ist ein multinational tätiger gewinnorientierte Wirtschaftszweig. Wenn die Politik der Ansicht ist, hier würden mit der Angst der Menschen oder mit der monopolartigen Marktstellung oder mit unmoralischen Verkaufstricks oder mit … zu hohe Gewinnne erzielt, dann ist es ihr unbenommen, die entsprechendne Gesetze zu verabschieden, die dies unterbinden (wie die im übrigen fast alle anderen Länder der Welt ständig tun!). Aber es ist absolut unverschämt, wenn die Politik ständig andere, nicht dafür Verantwortlliche (z.B.Ärzte, Apotheker, Krankenkassen) für die Pharmapreise herwatscht, damit die eigene Untätigkeit vor den Beitragszahlern (insbesondere den Arbeitgebern) verschleiert und auf der anderen Seite mit einem vollen Mehrwertsteuersatz (einziges westliches Land!) dicke Gewinne aus den Sozialversicherngsbeiträgen für sich abzweigt! Es könnte sich ja mal jemand dran setzen und ausrechen, wieviel Steuereinnahmen (Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, sogar Mineralölsteuer und Kfz-Steuer bis hin zu Versicherungssteuern) der Deutsche Fiskus aus den Sozialversicherungsbeiträgen für sich rauspresst! Da kommen mit Sicherheit Milliarden zusammen!

      4. Der Pharmavertreter ist gar nicht mein Freund. Der hält mich bloß von der Arbeit ab und versucht mir was anzudrehen. Letztendlich habe ich nach diesen Besuchen immer so ein komisches Gefühl im Magen, wenn man weiß, was man seinen Patienten noch alles „Gutes“ tun könnte, aber es sich (siehe Punkt 2) nicht leisten kann!

      Antwort

      • Posted by drgeldgier on 12. August 2009 at 11:52 am

        Hi,
        Du hast wieder fast alles gesagt und bist mir zuvorgekommen – Danke
        Wir sollten erwähnen, dass wir beide uns nicht kennen und nichts abgesprochen haben

        ich empfange übrigens nur noch 1x pro Woche einen Pharmavertreter und nur deshalb, um noch Muster zu haben. Diese halte ich nämlich bei Therapiebeginn schon für sinnvoll, um bei Unverträglichkeit nicht umsonst eine Riesenpackung verordnet zu haben. Spart dann dem Patienten auch die Rezeptgebühr
        – ansonsten nerven Pharmareferenten maximal und meine Freunde such ich mir ganz woanders sovie @AG
        (P.S.: Mezis wird nur dann Erfolg haben, wenn die „Meinungsbildner“ der Unikliniken endlich aufhören sich auf Symposien zugunsten des Medikamentes X oder Y auf peinliche Weise zu prostituieren. Das sind die wahren Auswüchse im Pharmabereich!)

        Antwort

  2. Frage 2: „Was haben Anwendungsbeobachtungen mit Verschreibungen zu tun?“

    Antwort: es sind Provisionen für Verschreibungen. Der Patient weiss von nichts – zahlt aber dafür mit seinen KV-Beiträgen.

    http://www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/pharmaindustrie-die-schein-forscher-581173.html
    http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/aerzte-bestechung-bei-18-patienten-gibts-einen-laptop-632351.html

    Darüber reden Ärzte nicht gerne – also wird lieber auf die MVZ (wollen Geld verdienen), die Rhönklinik (man glaubt es kaum: die Aktionäre wollen tatsächlich auch Geld verdienen!), und „Heuschrecken“ verwiesen – und die Pharmaindustrie (will auch Geld verdienen) ausgespart. Dass auch der „kleine Hausarzt nebenan“ seine „grauen“ Einkunftsquellen hat, wird auffallend verschwiegen. Und das gibt zu denken, bei solchen angeblichen „Patienteninitiativen“ mit BHÄV im Hintergrund…

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 12. August 2009 at 3:18 pm

      Lieber AG,
      ich versteh offen gesagt nicht ganz, worauf Du mit Deiner Argumentation hinaus willst. Natürlich gibt es unter den Ärzte genauso „schwarze Schafe“ wie in jedem anderen Berufszweig und im wirklichen Leben. Aber zu argumentieren, dass die angestrebte Übernahme des Gesundheitsmarktes durch Großklinikkonzerne deshalb weniger bedrohlich wäre, weil mancher Fach- oder Hausarzt Anwendungsbeobachtungen durchführt, halte ich für hanebüchen.

      Genau das Gegenteil ist doch der Fall:
      solche Großzentren stellen sich dann eine sogenannte „study-nurse“ an, die dann nur noch damit beautragt ist für die Pharmaindustrie Studien zu machen und so Mehreinnahmen für das MVZ zu generieren.
      Ich, als Einzelkämpfer, kann dies in diesem großen Stil gar nicht erledigen, weil mir Zeit und Nerven dazu fehlen. Ab einer gewissen Größe des Praxisnetzes kann dann aber dafür Personal eingekauft werden. Und der Pat. weiß dann überhaupt nicht mehr, ob er nicht gerade unfreiwillig Teil der „Forschung“ ist.
      Also mit dem einen gegen das andere zu argumentieren ist schlichtweg naiv.

      Ich behaupt sogar, dass die Bereitschaft niedergelassener Ärzte an (zugegebenermaßen manchmal suspekten) Anwendungsbeobachtungen teilzunehmen rapide sinken würde, wenn für die Behandlung der Kassenpatienten wieder ordentlich und nicht nach flatrat-Bedingungen bezahlt werden würde. Oder glaubst Du vielleicht, dass zwischen 20 und 60 € pro Quartal noch kostendeckend oder gar groß gewinnbringend sein können?

      Ohne Zusatzeinnahmen über Gutachten, Konsile in Krankenhäusern oder eben leider auch Anwendungsbeobachtungen könnten viele Praxen jetzt schon die Tore schließen.

      Darüber schon mal nachgedacht?

      Antwort

    • also mit dieser Argumentation könntest Du fast der „Mann für’s Grobe“ von Ullas sein: Das Lamento einer Sensationsjournallie über mangelnde Einsichtgewährung in Vorabinformation einer unveröffentlichten Studie als Beweis für ärztliches Fehlverhalten anzusehen, ist abgefahren!

      Dann wird hier mal wieder eine „Studie“ zitiert wird, die besagt, dass sich Ärzte mit Anwendungsbeobachtungen anders verhalten als ohne ( na logisch, sie wissen ja mehr!). Daraus wird dann die völlig aberwitzige – sensationsjournalistische – Behauptung abgeleitet, dass das schlecht sei. Die Studie sagt darüber aber nichts aus, und zwar deshalb, weil hier nicht untersucht wurde, ob die Patienten ohne Anwendungsbeobachtungen in ihren Behandlungsergebnissen schlechter, besser oder genauso gut waren! Aber die Presse lebt halt von – meist selbsterfundenen – Skandalen (läuft da nicht zur Zeit ein Fall in Brasilien, wo einer dieser Skandalreporter sogar Morde in Auftrag gegeben hat, nur um sich in seinem Räuberblatt über die Unfähigkeit der Polizei zu echauffieren und es damit – als „Volkstribun“ – bis zum Abgeordneten gebracht hat?).

      Hast Du schon mal irgendwo gelesen, dass sich eine Vermutung – am Ende – nicht bestätigt hat, dass ein Verdacht – nach sorgfältiger Prüfung – ausgeräumt wurde oder dass der von allen gejagte und vorabverurteilte Massenmörder in Wirklichkeit nur eine Ermittlungschimäre der Polizei mit unsauberen Gentests war? Nee, das „interessiert ja keinen“ (vor allem interessiert es nicht die Journalisten und Redakteuere zugeben zu müssen, dass sie ihre Leser mit selbsterfundenem Quatsch „informiert“ haben). Aber mit „wir wissen ja nicht“ (dann halt gefälligst den Mund, anstatt deine Unissenheit an die große Glocke zu hängen) und „gut dass wir gefragt haben“ (ja, hast Du denn die Antwort auch verstanden?) oder „die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information“ (ja natürlich, aber hat die Presse deshalb das Exclusiv-Recht, diese Information zu vermarkten?) kann man viel Aufmerksamkeit erzeugen – und die eigene Werbeanzeigen verkaufen. Wieviel Prozent des Inhalts von Stern ist Werbung? Gut dass wir nachgeforscht haben: über 60%!!! Da ist man natürlich höchst empört, wenn andere auch von „Werbung“ profitieren! Zumindest was das Gesundheitswesen anbelangt verfährt der Stern nach dem Motto , wo Rauch ist muß auch Feuer sein! Nee, wo Rauch ist, ist oftmals ein Rauchbombenwerfer (oder ein BRANDSTIFTER)!

      Und was die „grauen Einkunftsquellen der Hausärzte“ anbelangt, die gibt es nicht. Hier wird alles ganz normal versteuert, darauf achtet schon das Finanzamt. Solange die nierdergelassenen Ärzte nicht bei den Krankenkassen oder beim Staat angestellt sind, haben sie auch das Recht auf Einnahmen außerhalb der GKV-Leistungen. Wenn daraus den Kassen ein Schaden entsteht (entstehen würde), haben diese das Recht (von dem sie – wenn es sich nach Prüfung als richtig erweist – auch ohne Rücksicht Gebrauch machen) diesen Schaden vom Arzt zurückzufordern. Also, wo läuft hier etwas falsch? Doch höchstens in den Köpfen von falschen Verdächtigern und üblen Nachredern! Und die sitzen oftmals in der Presse und nur sehr selten auf der Zeugenbank!

      Antwort

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