Armer Wähler – oder eine Patienten-Obama


In 38 Tagen wählt Deutschland – ich hab gelesen nicht einmal 50% wissen davon und viele finden den Bundestagswahlkampf bisher langweilig.

Da trifft es sich doch gut, dass in Bayern der Oberindianer der Bayerischen Hausärzte in guter alter Franz-Joseph-Strauß-Manier eine Kampagne gegen die FDP ausruft, die ja eine ganz ganz böse Partei sei und nur die Reichen bevorzugen würde.

Seine Argumentation ist dabei auf sehr wakligen Beinen – zum Teil legt er FDP-Politkern Aussprüche der Linken in den Mund – auch bei FJS wußte man damals nicht, ob es Blödheit oder fiese Masche war – zum Teil verkünstelt er sich in leeren Phrasen und tut plötzlich so, als wär die Situation aktuell so toll für die Patienten.

Warum macht er das? Ganz einfach: die FDP möchte das Gesundheitssystem von Grund auf Reformieren und möglichst eine direkte Rechnungsstellung zwischen Arzt und Patient (wie es in Frankreich und Luxemburg super funktioniert) einführen. Dies führt in den genannten Ländern zu einem sehr sehr transparenten System. Unsinnige Doppeluntersuchungen gibt es dort nicht, auch das unseelige Ärzthopping wird unterbunden. Die Patienten kontrollieren direkt, was erbracht und was abgerechnet wurde. Sie sind einerseits mündiger, weil sie mitbestimmen können, andererseits aber in ihren Ansprüchen vorsichtiger, weil die Vollkaskomentalität gebremst wird.

Aber es würde endlich die unseelige Budgetdebatte beendet werden, der Patient würde offen sehen, was bezahlt wird und was eben nicht. Im Moment herrscht die Verlogenheit vom „alles wird bezahlt“ (zur Not holt es sich die Kasse via Regress halt wieder vom bösen Doktor).

Warum will das der Oberindianer der Hausärzte nicht? Na weil er doch vor wenigen Monaten mit der größten Kasse des Landes zumindest einen Superdeal ausgehandelt hat: Pauschalen von 80€ und mehr pro Patient für relativ wenig Leistung, aber dafür mit der Garantie, dass auch wirklich jede schwere Krankheit beim Patienten dokumentiert wird. Denn die schweren Krankheiten bringen neuerdings den Kassen richtig Geld ein (das nennt man „Morbiditäts-Risikostrukturausgleich“). Früher verdienten die Kassen mit Gesunden, da sie wenige kosteten, heute verdienen sie am besten damit, schwer Kranke zu haben, die möglichst billig (also durch den Hausarzt oder gar nicht) versorgt werden. Ich wunder mich oft, dass bei einem Kribbeln in der Hand neuerdings „Depression“ auf der Überweisung vom Hausarzt steht (Depression ist eine sehr lukrative Diagnose für die Kassen – Kribbeln in der Hand ist Pipifax). Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Nun werdet Ihr also bei den Hausarztpraxen die Anti-FDP-Kampagne erleben und bei den Facharzt-Praxen die Anti-SPD- und ggf. auch Anti-CDU-Kampagne. Denn für das aktuelle Chaos sollten ja schon noch die Regierungsparteien verantwortlich gemacht werden.

Armer Patient, was nun?

Am besten am 13.09.09 ins Münchener Olympiastadion gehen und seinem Frust über dieses Chaos Luft machen.

Denn da ist es der Powerfrau Renate Hartwig gelungen Haus- und Fachärzte unter ein Dach zu bringen. Allein dafür muss man vor dieser Frau alle Hüte ziehen, die man so zu Hause hat.

http://patient-informiert-sich.de/olympiastadion/

Frau Hartwig bringt es in Ihrer einmaligen Art auf den Punkt !!! Es geht ihr nicht um die Ärztegehälter sondern um Euch Patienten und Bürger !!! Wer jetzt nicht die Zeichen der Zeit erkennt, der darf sich später nicht beschweren, wenn er nicht mehr von seinem Arzt, sondern zukünftig vom Call-Center betreut wird.

Auf nach München – ist auch so ne feine Stadt!

Wir habe endlich eine charismatische Figur im Wahlkampf: Renate Obama – äh Hartwig

YES WE CAN !!!

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18 responses to this post.

  1. Sensationell, welche Gedanken da im Umlauf sind.

    Antwort

  2. Warum wettert Hoppelhase gegen die FDP? Na klar:

    – Erstens ist er CSU-Mitglied.
    – Zweitens hat er seiner Partei bei der letzten Landtagswahl gründlich in die Suppe gespuckt. Wenn er das nochmal tut, dann ist er weg vom Fenster. Also, Canossa , marsch, marsch!
    – Und drittens war da der Deal mit der AOK (die ja auch mit der CSU in mannigfaltiger Personalunion verbandeld ist). Da muß man sich natürlich – als der erklärte Mann für’s Grobe – auch entsprechend wahlhelferisch zu Wort melden.

    Im Übrigen – das muss man Ihm als Vertreter seiner hausärztlichen Klientel zugute halten – geht es den Hausärzten in Frankreich deutlich schlechter als in Deutschland (den Fachärzten dagegen wesentlich besser). Dass er dieses System dann nicht mit fliegenden Fahenen übernehmen will, ist verständlich. Hoppelhase wäre das englische System („Capitation“ = Hausarzt bekommt alles Geld und muß daraus die Facharzt- und Krankenhauskosten tragen, die er angeordnet hat) wesentlich lieber. Hier fließt nämlich richtig Kohle! Und was dabei kleben bleibt, entscheidet der Hausarzt.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 21. August 2009 at 9:16 am

      @ landarsch: gibt es zu Deinem Statement („geht es den Hausärzten in Frankreich deutlich schlechter als in Deutschland“) verlässliche Zahlen. Diese Feststellung ist mir neu, was aber nicht heißen muss, das sie nicht richtig ist. Deshalb wäre ich für Daten und Quellen dankbar.

      Natürlich wird es bei einem Direktabrechnungssystem wie in Frankreich so sein, dass die Patienten nicht wegen jedem Mückenpubs zum Arzt gehen, wie es momentan in Deutschland stattfindet, was dann dazu führt, dass mancher Hausarzt hier 2000 Patienten pro Quartal „versorgt“. Aber diese 3-Minuten-Medizin kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

      Antwort

  3. Ich kann nicht sehen, wie Renate Hartwig die Haus- und Fachärzte unter ein Dach gebracht hat. Beide Gruppen haben gegensätzliche Interessen – siehe Ihr Beitrag: https://drgeldgier.wordpress.com/2009/08/21/armer-patient-2-jahre-verloren/

    Wie schon gesagt, Hoppenthaller ist ein Spezi von Renate Hartwig, und diese setzt sich primär für die finanzielle Interessen der Hausärzte ein (und nicht etwa für die Patienten, lassen wir uns nichts vormachen). Und ihr „Charisma“ empfinde ich als billigsten Populismus, nach dem Prinzip: lautstark gegen „Kapitalinteressen“ und „Heuschrecken“ wettern (erinnert mich an „Münte“, der diese Heuschrecken vorher selbst mit neuen Gesetzen angelockt hat!). Stammtischniveau. Als Facharzt wissen Sie doch am besten, dass die Interessen der diversen Gruppen in der Gesundheitspolitik (Hausärzte, Fachärzte, Pharmaindustrie, Krankenhäuser, Gesetzliche Krankenversicherungen, Private Krankenversicherungen) sehr unterschiedlich sind. Nur in einem sind sich alle einig: der Patient bezahlt!

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 21. August 2009 at 9:43 pm

      @AG: So kann ich das nicht stehen lassen. Frau Hartwig könnte es einfacher haben die Hausärzte zu unterstützen, als auf eigenes Risko das Olympiastadion in München zu mieten und vor allem Bürger und Patienten zu mobilisieren. Zumal gerade die bayerischen Hausärzte derzeit ja deutlich besser dastehen, als die Hausärzte im Rest der Republik (s. Artikel) und viele Fachärzte (auch wenn das immer anders dargestellt wird). Frau Hartwig versucht einen kleinsten gemeinsamen Nenner auf den Punkt zu bringen.

      Ihr letzter Satz ist nun – mit Verlaub – ein ziemlicher Unsinn:
      nicht der Patient zahlt, sondern der Bürger – und der Bürger zahlt seit 01.01.09 deutlich mehr und bekommt im Falle einer Erkrankung aus dem System immer weniger – denn das System soll ja zunehmend so umstrukturiert werden, dass die „Kohle“ ganz weit oben abgegriffen wird, also in den Manager- und Vorstandsetagen der Klinikkonzerne bzw. Krankenkassen (wobei beide ja nach Ziel der Bertelsmannstiftung möglichst zu einem „Generalunternehmer Gesundheit“ verschmelzen könnten). Alle „Leistungserbringer“ am Patienten sind dann die gleichen Sklaven, wie die Bauern in der Milchwirtschaft oder der Schweißer in der Autofabrikation.
      Der Manager wird wenn er Mist baut suspendiert – natürlich mit einer fetten Millionenabfindung, der Arzt wird, wenn er Mist baut verklagt, ggf. verurteilt und haftet im Zweifel mit Haus und Hof (falls er es überhaupt hat).
      In diesem Boot sitzen Fach- und Hausärzte gemeinsam. Momentan sollen die Fachärzte geschlachtet werden, in wenigen Jahren werden wieder die Hausärzte dran sein.

      Für mich wäre es langsam schon interessant, welcher Interessensgruppe nun Sie angehören.

      Antwort

      • Ich bin ein Patient der sich nicht für dumm verkaufen lässt, schon gar nicht von der Pharma- und Ärztelobby und deren angeschlossenen „Patienteninitiativen“. Welcher Arzt, der sich lautstark beklagt, hat denn jemals seinen Steuerbescheid veröffentlicht? Keiner! Auch Sie nicht! Denn 100000 Euro zu versteuerndes Einkommen (also nach Ausgaben) ist nicht „arm“ !!

        Die Aktivitäten von Herrn Hoppenthaller haben einen Erfolg gehabt: die Krankenkassenbeiträge sind gestiegen. Denn irgendwo müssen die Gelder herkommen, die die Ärzte nun mehr verdienen! Von uns, den Patienten!

        Antwort

      • hallo AG, vermute stark, dass Sie kein „Patient“ sind (sonst würden Sie hier keine solchen Sprüche klopfen), sondern ein „Beitragszahler“ (dem die Höhe seiner Beiträge stinkt = verständlich und berechtigt).

        Aber gleichzeitig sind sie hoffnungslos blauäugig was Polit-Propaganda anbelangt! Ich wünsche Ihnen jedenfalls von Herzen, dass Sie noch lange gesund bleiben. Leider wird aber auch Sie irgendeinmal das ganz normale Schicksal einer Krankheit erreichen und Sie werden dann – wie viele andere auch, die mir das persönlich gesagt haben – mehr oder weniger zerknirscht Abbitte leisten. Ich hoffe (nein ich wünsche es Ihnen sogar), dass es dann noch genügend (deutsche) Ärzte gibt, die Ihnen dann helfen können!

        Ps.: im vergangenen Jahr haben 25% aller Medizin-Absolventen einen weiten Bogen um die Patientenversorgung gemacht. Diese Aussage stammt nicht von Hoppenthaller. Und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (nein, keine Ärzte, sondern Gesundheitsmanager!) fordern von der Politik inzwischen lauthals eine Erhöhung der Studentenzahlen!

        Antwort

    • Posted by drgeldgier on 24. August 2009 at 12:13 pm

      @AG
      was geht Sie mein Steuerbescheid an, vor allem die dort enthaltenen Einkünfte meiner Ehefrau und meine Zusatzeinkünfte durch Gutachten, die ich abends bis 22 Uhr anfertige oder durch Konsiliartätigkeit im Krankenhaus? Sie lassen sich anstecken von der Politpropaganda induzierten Ärztehonorar-Neid-Debatte.
      Aber wenn es Sie tröstet: im Steuerbescheid 2008 erreichten wir nicht einmal gemeinsam die von Ihnen einfach mal so hingeworfenen (gut Neid-tauglichen) 100 000 €, und das bei Vollzeitarbeit der Ehefrau und 60-70 Stunden meinerseits pro Woche.
      Haben Sie eignetlich schon mal ähnliche Forderungen nach Offenlegung der Steuererklärungen von Anwälten, Steuerberatern, Managern von Krankenkassen, Spediteuren, Handwerkern …. vernommen???

      Aber bei Ärzten ist das legitim oder?
      Wenn Sie diesen Blog aufmerksam verfolgt haben, dann sollte Ihnen eigentlich aufgefallen sein, dass hier nicht die Diskussion um die Ärztehonorare im Vordergrund steht. Vielmehr soll auf die katastrophale Fehlentwicklung im Gesundheitswesen hin zur konzerngesteuerten Massenmedizin mit Gewinnmaximierung auf Vorstandsebene hingewiesen werden. Auf dem Weg dorthin sind gewisse Ärztegruppen nur billige Bauernopfer im System des Ganzen. Die Politik schafft es im Verbund mit den Medien nur immer wieder geschickt die raffgieren Ärzte in den Mittelpunkt zu stellen. Wie man an Ihrer sehr emotionalen Äußerung sieht offensichtlich mit genialem Erfolg.

      Glauben Sie mir, ich hab die Schnauze von diesem Thema mittlerweile genauso voll wie Sie. Auch ein Grund, warum ich den Blog hier in nächster Zeit nur noch sporadisch „füttern“ werde. Es ist alles zu resignierend und ich habe keine Lust mehr meine Freizeit dafür zu opfern. Ich werde demnächst wohl besser an eine Zukunft im Ausland „basteln“ – so wie tausende Kollegen auch …

      Antwort

      • In der Öffentlichkeit behaupten Ärzte sie seien nahe an der Pleite. Öffentliche Statistiken besagen dass aber Hausärzte über 100000 EUR zu versteuern haben, Fachärzte noch viel mehr. Gleichzeitig fordern sie mehr Geld von den Krankenkassen – also von den Patienten, die nun höhere Beiträge zu zahlen haben. (So geschehen in Bayern mit dem AOK Vertrag – danke Herr Hoppenthaller, danke Frau Hartwig!!)

        Der Vorwurf der „Gewinnmaximierung“ an die MVZ ist somit ein scheinheiliger.

        Wer meint, die öffentlichen Statistiken seien falsch, der möge das Gegenteil beweisen. Seien Sie der Erste, der zeigt dass diese Statistiken Lügen sind 🙂

        Was die „Massenmedizin“ betrifft – kein Arzt ist gezwungen, in einem MVZ zu arbeiten. Kein Arzt ist gezwungen, auf seinem PC eine Software zu installieren, die anzeigt „Die Behandlungszeit für diesen Patienten ist abgelaufen“.

        Antwort

      • Posted by Benedicta on 26. August 2009 at 11:56 am

        Ich fordere grundsätzlich die Offenlegung der Steuererklärung eines jeden, der sich über zu geringen Verdienst beklagt – egal, ob das nun Ärzte, Manager, Bahner oder Hartz-IV-ler sind.
        Daten einer mitveranlagten Ehefrau können ja anonymisiert werden.

        im Norden sagt man „Butter bei die Fische“ – ich persönlich halte es für unredlich, einerseits die öffentlichen Zahlen für Lüge zu erklären, andererseits aber keine „besseren“ Zahlen zu nennen.
        WENN es so ist wie sie sagen – dann ist es ja wohl auch kein Problem, das mit Zahlen zu unterfüttern, oder? Das Argument von „was geht sie mein Steuerbescheid an“ hab ich von korrupten Managern (die seid Jahren auf Geheimhaltung ihrere Einkünfte beharren) zur Genüge gehört. Letztlich hat diese Geheimhaltung nur eine Implikation:
        jeder vermutet, dass der Geheimhaltende ganz genau weiß, dass er bei Offenlegung der Zahlen widerlegt wird.

        Antwort

        • Posted by drgeldgier on 26. August 2009 at 12:04 pm

          Liebe Benedicta,
          1. ist dieser blog anonym, vor allem zum Schutz des Arzt-Patienten-Geheimnisses
          2. könnte ich Ihnen nun schon meine Steuererklärung online stellen, aber eben nur anonymisiert. Und dann wären Sie die erste, die mir wieder unterstellen würde, die Daten gefälscht zu haben
          3. die ganze Diskussion um Ärztehonorare führt am Thema vorbei – das haben Sie doch eigentlich längst kapiert.
          Wenn alles so wäre – im Geld schwimmende Ärzte – meinen Sie die würden dann so viel Zeit investieren, um auf die gegenwärtigen Missstände aufmerksam zu machen?
          Es geht doch nicht um Durchschnittseinkommen. Es geht um gezielte Umverteilungen, die dazu führen, dass ein Teil der Ärzte gezwungen wird das Handtuch zu werfen (haben Sie immer noch nicht das Lauterbach-Video gesehen?). In der nächsten „Reformrunde“ sind dann die nächsten dran mit dem Endziel freiberufliche Ärzte abzuschaffen.
          Sie werden keinen angestellten Arzt mehr finden, der 60-70 Stunden die Woche für Tariflohn werkelt. Das hatten wir damals schon in der DDR so. Ewige Wartezeiten auf Facharzttermine, sterben auf Wartelisten, …

          Hört endlich mit der beschissenen Neiddebatte auf, darum geht es nicht !!!

        • Posted by Benedicta on 26. August 2009 at 12:12 pm

          Es geht nicht um Neid. Es geht um Fairness.
          ICH hab da Aussagen eines befreundeten (Haus!-)Arztes im Ohr, der sich über sein „geringes“ Einkommen beklagt, weil er nicht mehr wie einst sein Vater sein Haus innerhalb eines Jahres verdienen kann. An solchen Aussagen sieht man, dass da teilweise auch einfach überhaupt kein Sinn für Verhältnismäßigkeit besteht. Sicher nicht bei allen Ärzten, aber leider bei genügend.

          Eine (anonymisierte) Offenlegung von echten Zahlen könnte diese Debatte mal auf einen sachlichen Boden stellen. Bisher sind die einzigen Zahlen eben statistische Mittel – mit allen Einschränkungen, die für statistische Mittel eben gelten. Solange niemand bereit ist, mit echten Zahlen auf den Boden der Tatsachen zu kommen, wird diese Diskussion das bleiben, was sie ist: eine reine Luftnummer.

  4. Posted by Benedicta on 21. August 2009 at 10:38 pm

    Jetzt endlich ist der Wahlomat für die Bundestagswahl online:
    http://www.bpb.de/methodik/XQJYR3,0,0,WahlOMat_Bundestagswahl.html

    Für alle, die neben der Gesundheitspolitik noch ein bis zwei andere Themen wahrnehmen, eine gute Einstiegsmöglichkeit in die Wahlinformation 🙂

    Antwort

  5. Posted by reni on 21. August 2009 at 11:12 pm

    Irgendwas läuft hier schief, Wahlkampf in Ihrem Blog?

    FDP wird von Ihnen favorisiert, gleichzeitig verweisen Sie auf die Aktion von Fr. Hartwig, die Sie sehr unterstützen.
    Fr. Hartwig kämpft energisch gegen die fortschreitende Privatisierung, Industrialisierung im Gesundheitswesen. Ganz in meinem Sinne.

    Die FDP schreibt auf ihrer Homepage „Als Antwort auf die alternde Bevölkerung, den medizinischen Fortschritt und steigende Lohnzusatzkosten setzt die FDP auf einen privaten Krankenversicherungsschutz mit sozialer Absicherung für alle.“
    http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article.php?wc_c=1412&wc_id=24

    Also, was denn nun.
    Wissen Sie, wie mir das langsam vorkommt? Trotzig, wie im Kindergarten, beharrt jeder auf seiner Position. Man sieht nur noch das Abrechnungssystem, wer will was in welchem Sinne verändern oder nicht. Und dann Ihr Herr Hoppenthaller, das nervt.
    Es geht auch noch um ein paar andere Themen.

    Und was mich einfach enttäuscht hat, und gleichzeitig zeigt, daß das hier doch eher nicht zum konstruktiven Austausch zwischen Arzt und Patient gedacht ist.

    Zitat Drgeldgier: „…dass die Patienten nicht wegen jedem Mückenpubs zum Arzt gehen, wie es momentan in Deutschland stattfindet…“
    https://drgeldgier.wordpress.com/2009/08/20/armer-wahler/#comments

    Einfach super.
    Damit gewinnen sie mit Sicherheit die Patienten.

    Und versuchen Sie nicht zu antworten und wortreich zu erklären, sooo hätten sie es gar nicht gemeint und, und. Jeder weitere Satz dazu wirkt nur noch unglaubhaft.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 24. August 2009 at 8:10 pm

      Auch wenn Sie es mir untersagen wollten zu antworten, so werde ich es dennoch demnächst in einem eigenen Artikel ausführlich tun.

      Denn Sie haben mit vielen Aussagen Ihres etwas aggressiven Posts recht, wobei Ihre Grunderwartungen an diesen blog (Parteienneutralität, Patienten gewinnen, Austausch Arzt – Patient) wohl von Anbeginn falsch waren.

      Antwort

  6. Posted by reni on 24. August 2009 at 11:54 pm

    Aggressiver Beitrag? Mag sein, war aber nicht so geplant.
    Die Sache mit dem „Mückenpubs“, das hat mich schon arg geärgert.

    Ich will doch das gleiche wie Sie, einen Arzt, der zufrieden hinter seinem Schreibtisch sitzt und mich als Patient, hilfesuchenden Mensch und nicht nur als Kunden wahrnimmt.

    Ich will kein Gesundheitscoaching von der Krankenkasse, auch kostenlos nicht, will auch nicht so ein Disease-Management-Programm, ich will nicht standardisiert werden. Ich will mit meiner Krankheit zum Arzt gehen.
    Ist das zu viel verlangt?
    Ich will die Medikamente, die der Arzt für mich als gut befindet. Und die will ich mir nicht aus dem Ausland beschaffen müssen, nur weil sie die Kasse nicht bezahlt.

    Ich denke, mit meinem bescheidenen Patientenverständnis, Ihre sämtlichen Verbände, Vereine sind zu mächtig geworden. Warum haben die Ärzte das zugelassen?
    Ach ich hör jetzt auf. Vielleicht sollte ich das alles mal so einer Ärztekammer, oder der kassenärztlichen Vereinigung schreiben? Die Krankenkasse kennt das schon, formuliert in meinen Ablehnungen des Coachings und der DMP. Ich werde mal darüber nachdenken.

    Antwort

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