Plakat(-akt)iv


Wer geglaubt hatte der Wahlkampf findet nur auf der Straße statt wird in den nächsten Wochen wohl Deutschland-weit eines Besseren belehrt:

Hier der Text eines Plaktates des Kompetenznetzes Orthopädie in Köln
(Quelle: http://www.koelnortho.de/ulla/Dekade%2025_%20A2.pdf)
Einfach mal wirken lassen und bitte erst am 13.09. aufhängen 🙂

 

160.000 Kassenmitarbeiter

130.000 Arztpraxen

 

Weniger Bürokratie wählen.

Weniger Ulla Schmidt wählen.

 

Noch 2 Wochen Ulla Schmidt.

Am 27. September ist Bundestagswahl

 

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5 responses to this post.

  1. Die Krankenhausärzte hat man weggelassen, die stören nur. Und die Pflegekräfte in Altersheimen auch. Und Quellen dieser Zahlen angeben? Nein, das war auch nicht notwendig.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 26. August 2009 at 9:22 am

      Danke für die Erheiterung – sind Sie nicht derjenige, der mit ständig – ohne jegliche seriöse Quellenangabe – 100 000€ Jahreseinkommen unterjubelt und Renate Hartwig – auch ohne seriöse Quellenangaben – Ärztelobbypolitik unterstellt?

      Aber Sie haben Recht: wenn man wirklich alle im Gesundheitswesen Tätigen aufzählen würde, dann würde vielleicht auch mal bemerkt werden, welcher Jobmotor hier steckt.
      Da sind Opel und Karstadt Peanuts dagegen, aber dort werden die Millionen geradezu durch den Kamin gejagt. Steuerzahler hat es ja.

      Antwort

  2. Quelle für Einkommen:
    http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_finanzen_aerzte_1156161827.htm

    Zu Renate Hartwig und ihre „Patienteninitiative“: da lohnt ein Blick auf ihr WWW. Das Schweigen zu Themen wie Pharmaindustrie, IGEL-Abzocke, Kickbacks durch Anwendungsbeobachtungen ist einfach zu auffällig.

    Antwort

  3. […] Ärzteverbände wollen zwei Wochen vor der Wahl in den Wahlkampf eingreifen, berichtet Dr. Geldgier. Wie im veröffentlichten Flyer nachzulesen ist, richtet sich die Kampagne einmal mehr gegen […]

    Antwort

  4. Posted by Klaus Rottach on 6. September 2009 at 2:25 am

    Aktuelle Probleme der Gesundheitspolitik (Dr. Rottach, Kaufbeuren)
    =====================================================
    Von Ulla Schmidt und ihrem Bundesgesundheitsministerium ist erklärtermaßen die Zerstörung der ambulanten Facharztversorgung geplant. Dabei scheinen v.a. ideologische Gründe eine Rolle zu spielen.

    Folgen für die Bürger:
    —————————–
    Massive Verschlechterung der Versorgung. Zahlreiche Erkrankungen können von den Hausärzten (sogar im Falle guter Kompetenz) nicht behandelt werden. Beispiele: Sehstörungen, Epilepsie, Schizophrenie, Harnverhalt, chirurgische Aufgaben, kritische Infektionen, Krebsleiden, Hörverlust..
    Die Verlagerung der Facharztversorgung an die Kliniken und deren Privatisierung führt dazu, dass
    ein erheblicher Teil der Versicherungsbeiträge für privatwirtschaftliche Gewinne abfließt
    die Effektivität gegenüber der Versorgung durch freie Ärzte drastisch sinkt, Wartelisten entstehen u. die Versorgung deutlich schlechter, aber keineswegs preiswerter wird.

    Folgen für den Arbeitsmarkt
    ————————————–
    Allein in Bayern gibt es 40.000 Arzthelferinnen in Fachartzpraxen. Diese würden bei der Vernichtung der Facharztpraxen größtenteils ohne weitere Perspektive arbeitslos. Zum Vergleich: Opel hat deutschlandweit 25.000 Beschäftigte.

    Folgen für den Staat:
    —————————-
    Freiberufliche Fachärzte zahlen > 30 % ihres Praxisgewinns an Steuern. Dies ist erhebliche Summe. Im Gegensatz dazu werden Gesundheitskonzerne stets nur marginale zu versteuernde Gewinne aufweisen. Es kommt zu massiven Steuerausfällen. Zunahme der Arbeitslosigkeit.

    Hintergründe:
    ——————
    Seit 8 Jahren uneingeschränkte Dominanz von Ulla Schmidt & SPD in der Gesundheitspolitik.
    Explosionsartige Zunahme von Regelungsdichte und bürokratischem Ballast.
    Verdeckte Rationierung: Medikamentenbudgets, Heilmittelbudgets, Fallzahlbudgets, Leistungsbudgets, Zeitbudgets! Arzt wird via Regress-Risiko als Rationierer instrumentalisiert. Strategie zum Überleben seit der letzten Honorarreform 1/09: Sehen Sie möglichst viele Patienten, aber möglichst selten und machen Sie dann nichts mit ihnen…
    Massive und chaotische Umverteilungsorgien: Süd nach Nord, West nach Ost, Facharzt zu Hausarzt.
    Erklärtes Ziel, die freiberuflichen Fachärzte zu „zerschlagen“.

    Bei der letzten Gesundheitsreform wurde das Parlament von Ulla Schmidt ausgetrickst. Ein höchst kompliziertes und intransparentes Gesetz (> 500 Seiten) wurde den Paralamentariern am Vorabend der Abstimmung zugefaxt. Die Abgeordneten haben das Gesetz durchgewunken, ohne es zu kennen.

    Zur Position der CSU:
    ——————————
    Seit Hr. Söder Gesundheitsminister ist, kann man ein ernsthaftes Interesse der CSU an der Gesundheitsproblematik erkennen. Hr. Söder hat sich in kurzer Zeit einen achtbaren Respekt erarbeitet. Problem: er erscheint in seinen Positionen nicht klar gefestigt und hat schon einige Standpunkte nach kurzer Zeit revidiert. Es sieht so aus, als ob er gelegentlich von Hr. Seehofer „zurückgepfiffen“ wird. Herr Seehofer wird von der Ärzteschaft nicht geschätzt. Unter seiner Ära als Gesundheitsminister begann der Niedergang der Ärzteschaft. Seine Beleidigung unseres Berufsstandes – „Ärztepack“ – ist legendär.

    Zur Position der CDU:
    ——————————
    Diese ist höchst problematisch, da von der SPD-Position praktisch nicht zu unterscheiden. Folgende Zitate sind in aller Munde (wenn auch nicht beweisbar):
    Hr. Laumann: „in 5 Jahren sind die niedergelassenen Fachärzte Geschichte“.
    Fr. Müller: „wir werden die Teiche austrocknen und die Frösche nicht nach ihrer Meinung fragen“.
    Kanzlerin Merkel interessiert sich eindeutig nicht für Gesundheitspolitik und hat erst kürzlich wieder erklärt, dass mit dem Gesundheitsfonds alles bestens sein. Sie ist inzwischen bei den Ärzten fast so unbeliebt wie Ulla Schmidt.

    Lösungsansatz:
    =============
    Die Ärzte in freiberuflicher Praxis behandeln 90 % der ‚Fälle‘ für 15 % der Gesamtausgaben der Krankenkassen. Diesen Sektor zu zerstören, bringt sicher keine Lösung der Probleme !

    Der einzig sinnvolle Ansatz ist die sog. Direktabrechnung zwischen Arzt und Patient – wie schon immer beim Privatpatienten. Der Patient erhält für die Leistungen eine Rechnung, die er dann naturgemäß auch auf Richtigkeit überprüft. Die ganzen Betrugsvorwürfe gegen die Ärzteschaft wären hinfällig. Der Pat. ist bei einer Krankenkasse seiner Wahl versichert und reicht die Rechnung dort zur Erstattung ein (Zum Problem des Versickerns von Geld in der GKV siehe Anlage).
    Erforderlich wäre dafür die Erstellung einer entsprechenden Gebührenordnung, wobei man hierfür ohne Probleme die eigentlich geltende EBM-Gebührenordnung für Kassenpatienten hernehmen könnte. Dabei könnte man dann sogar noch die sog. Chroniker-Ziffern eliminieren, denen keine Leistung, sondern nur das geschickte Verschlüsseln von Diagnosen zugrunde liegt.

    Vorteile:
    ———–
    * die tatsächliche Leistung wird bezahlt
    * effiziente Kontrolle durch den Patienten
    * echter Wettbewerb zwischen den Kassen (z.B. Tarife mit Selbstbehalt, Tarife mit verpflichtender Erstkonsultation beim Hausarzt, günstige Tarife mit Minimalversorgung, teure Tarife mit Rundum-Sorglos-Paket usw.)
    * wenn eine Kasse zahlungsunwillig ist, muss sie dies mit ihrem Kunden klären und kann nicht pauschal die Ärzteschaft betrügen
    * durch Wegfall von Kassenärztlicher Vereinigung und Gesundheitsfonds fallen zwei büro­kratische Wasserköpfe weg, in denen Unsummen auf intransparente Weise verschwinden.
    * bei den Patienten wächst das Kostenbewusstsein, da sie endlich die tatsächlichen Kosten sehen können.

    angebliche Nachteile:
    ——————————
    * die Ärzte tragen das Risiko der durch Pat. nicht bezahlten Rechnungen. Das ist in Ordnung. Die Zahlungsmoral der Patienten kann gar nicht so schlecht sein wie die der Kassen !
    * die Patienten kommen damit nicht zurecht. Unsinn: jeder Mensch, der eine KFZ-Haftpflicht od. eine Rechtsschutzversicherung handhaben kann, wird auch damit zurecht kommen.

    echte Nachteile:
    ———————-
    die Versicherten erkennen, dass ihre Beiträge zu einem erheblichen Teil nicht ihnen selbst zugute kommen (Problem der sog. versicherungsfremden Leistungen)
    Es werden Beschäftigte im Verwaltungsbereich abgebaut (80.000 Krankenkassen-Beschäftigte in Frankreich, 160.000 in Deutschland).

    Antwort

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