Ulla Schmidts Politik macht psychisch krank


Da ich heute mal wieder schreibfaul bin, schmarotze ich beim Kollegen Proll, der anhand einer beeindruckenden Grafik zeigt:

seit Beginn der rot-grünen Koalition 1998 und auch unter der aktuelle großen Koalition kam es zu einem rapiden Anstieg der Arbeitsunfähigkeitstage durch psychische Erkrankungen.

Die Gesundheitspolitik von Schmidt, Lauterbach und Co. ist nicht nur krank, sie macht auch krank.

Also dran denken: am 27.09.09 gesund wählen !!!

 

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15 responses to this post.

  1. Posted by reni on 17. September 2009 at 12:39 am

    Nein, das ist aber gar zu einfach. Habe keine Quellenangabe gefunden für die Grafik, das ist das eine.
    Und zum anderen, ich bestreite nicht, daß die psychischen Krankheiten zugenommen haben. Das aber nur an der Gesundheitspolitik fest zu machen, was soll denn das. Welche Auswirkungen die veränderte Arbeitswelt hat, wo bleiben die Faktoren?
    Und nun noch etwas Ketzerisches. Die Medizin macht sich zum Teil die psychisch Kranken selbst, ob bewußt oder unbewußt, kann ich nicht beurteilen.
    Eigene Erfahrung – war wegen Gelenkbeschwerden, Gelenkentzündung, starken Schmerzen in der Klinik, wurde erst mal in der psychischen Abteilung vorgestellt, mußte mich energisch dagegen wehren, als depressiv eingestuft zu werden, meine Ablehnung von Antidepressiva erntete Unverständnis. Ich hatte starke Schmerzen im Gelenk! Seit wann ist dafür der Psychiater zuständig?
    Mein Sohn mußte sich wegen Virusgrippe krank melden, Nachfrage des Arbeitgebers – hat er sich denn schon einem Psychologen vorgestellt, das sollte er unbedingt.
    Da muß eine Entwicklung an mir vorbei gegangen sein, scheine ich Nachholebedarf zu haben.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 17. September 2009 at 7:56 am

      Ich weiß, die Graphik und die kausale Verknüpfung ist provokativ und problematisch. Aber seit Jahren zieht ein gewisser Prof. Lauterbach durch die Lande und behauptet, die Lebenserwartung in Deutschland sei deshalb niedriger als in anderen Ländern, weil wir zu oft zum Arzt gingen.
      Auch hier handelt es sich um eine vollkommen unseriöse Kausalitätsverknüpfung, denn Faktoren wie Ernährung, Klima, Arbeitswelt, … werden hier komplett ausgeblendet.
      Wer also solche „Waffen“ selbst anwendet, muss damit rechnen damit auch geschlagen zu werden.

      Antwort

      • Posted by Benedicta on 17. September 2009 at 4:31 pm

        Falscher Ansatz, Dr. Geldgier.
        Haust du mich, hau ich zurück? Und dann? Was glaubst du denn, wo die Gewaltspirale (oder in deinem Fall Unsachlichkeitsspirale) noch hingeht? Nach unten ist da leider keine Grenze gesetzt.

        Unsachlichkeit kann man nur mit MEHR SACHLICHKEIT begegnen.

        Antwort

        • Posted by drgeldgier on 17. September 2009 at 4:46 pm

          Ach Benedicta, hast ja recht – aber die Statistik ist per se schon sehr interessant – das musst Du zugeben. Gewaltspirale ist schon ein bisschen hart. Aber wenn man die unsachlichen Berichte über die angeblichen Prämienzahlungen von Kliniken an Ärzte hört, die extrem ausgeschlachtet werden und bei denen dann nach 2 Jahren klein in der Zeitung stehen wird, dass es 3 Kliniken und 4 Ärzte waren, dann musst Du das emotional schon auch etwas verstehen.

        • Posted by Benedicta on 17. September 2009 at 6:52 pm

          Ich muss gar nix 😉
          Aber du hast schon Recht – das Kindergartenverhalten gestandener Professoren, Politiker (und Mediziner) hab ich noch nie verstanden. Intelligente Menschen sollten doch in der Lage sein, das pubertäre Testosteron-geladene Gebalze und Gerangele hinter sich zu lassen!
          Alas, anscheinend ist dem nicht so. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich mir auch gar nicht sicher ob ich das überhaupt verstehen will.

          (Manchmal möcht ich gerne eine Runde Eimerchen und Schäufelchen an die Beteiligten verteilen und alle zum Austoben in den Sandkasten schicken – „kommt wieder, wenn ihr erwachsen seid“…)

          ad Statistik: 100% aller Massenmörder haben irgendwann in ihrem Leben Brot gegessen – Verbietet Brot! Hast du dir mal überlegt, dass die gestiegene Diagnosezahl auch daran liegen könnte, dass das jetzt anerkannt wird (gestiegene Sensibilität gegenüber den Symptomen, quasi) – und es somit ein POSITIVER Effekt der Reform sein könnte?
          Früher gabs ja auch keine ADS-Diagnosen (das Krankheitsbild war unbekannt), während heute fast jedes Kind diese Diagnose kriegt (von Ärzten, Kinderärzten, Schulpsychologen… kurz, Leuten die es besser wissen könnten), sobald es vom Verhalten eines dressierten Hunds abweicht.
          Was ich damit sagen will: Diagnosezahlen – insbesondere im langjährigen Vergleich – haben die Aussagekraft einer Scheibe Weißbrot – je nachdem, wie mein Toaster toastet, kann ich alles reininterpretieren…

        • Posted by Gerhard on 22. September 2009 at 11:07 pm

          „ADS“ und Kinderdressur sind gute Stichworte.
          Ich kann die diesbezüglichen Beobachtungen eines Herrn Winterhoff da sehr gut nachvollziehen.
          Laßt Kinder Kinder sein, und Ihr werdet keine Psychowracks „ernten“!

  2. Die Politik behauptet doch auch von sich, sie habe die Arbeitslosenzahlen gesenkt, wo sie tatsächlich doch nur einen Großteil der Arbeitssuchenden aus der Arbeitslosenstatistik herausgesetzt hat! Da darf man doch auch behaupten, die Deutschen seien – dank Schmidt und Merkel – kränker geworden!

    Antwort

    • Posted by Benedicta on 17. September 2009 at 4:32 pm

      Und was ist daran neu? Den Trick hat Kohl erfunden… schon vor 20 Jahren.

      Antwort

      • nix. Ich hab ja nicht gesagt, dass Merkel oder unser – wie heißt er gleich – Arbeitsminister das erfunden haben! Und Merkel ist doch Kohl’s Ziehtochter. Da wird sie sich doch an die alten Mechanismen erinnern, wie z.B. aussitzen, oder gewichtig Seifenblasen und Worthülsen rausblubbern oder sich lieber international als „mächtigste Frau der Welt“ bewundern lassen (hat bei der eigentlich schon mal jemand einen Gen-Test gemacht?), als zuhause für Ordnung zu sorgen… alles Kohl’sche Attituden!

        Antwort

  3. Nach den Wahlen wird Ulla Schmidt wieder in der Barbarina Bar in Aaachen kellnern.

    Antwort

  4. Posted by reni on 17. September 2009 at 9:29 am

    @drgeldgier
    @landarsch
    Was ist das denn für eine Argumentation, ehrlich, überlegen Sie doch selbst einmal – wie trotzige Kinder.
    Da habe ich hier aber schon weitaus Besseres gelesen.
    Gestern lief in der ARD „Hart aber fair“, da hat sich u.a.auch der Herr Dr. Lauterbach produziert und der Herr Dr. Montgomerry, dann noch CDU und FDP und…. Es war einfach nur schlimm, ein Hauen und Stechen auf sehr niedrigem Niveau.
    Ich bin gelernter DDR-Bürger und fand unser staatliches Gesundheitssystem auch nicht grad toll. Heute wird der Privatpatient bevorzugt behandelt, früher war es der Funktionär und dergleichen.
    Aber als Patient wußte ich, woran ich war. Manchmal wünsche ich mir das alte System zurück, hätte ich nie gedacht. Gut, ich will es nicht wirklich zurück. Aber als Patient, habe ich langsam das
    Gefühl, ja was für eines, ein ziemlich besch……
    Freundliche Grüße und einen Guten Tag, reni

    Antwort

  5. hallo @reni, hallo @benedicta, das Schlimme ist doch, dass sich die Politik (aber mit ihr auch die entsprechenden Behörden und auch die Krankenkassen!) in ständigem Schaukampf auf unterstem Niveau befindet und dabei einen der angesehensten Berufe permanent mit Beschuldigungen und üblen Nachreden überziehen, die jeden Normalbürger vor die Schranken des Gerichts brächten.

    Bestandteil und angebliche Beweise bei dieser verbalen Niedertracht sind doch genau diese nichtssagenden (aber höchst polemischen) „Toast-Brot“-Statistiken! Da muss es doch erlaubt sein, dies der Politik auch mal in einem – provokanten, zynischen – Spiegel vorzuhalten, ohne dass dies gleich wieder gleichgesetzt wird mit dem infantilen Verhalten der Show-biz-Poitik.

    Dass das Gesundheitssystem immmer besch… wird, predigen viele Ärzte schon seit > 20 Jahren (also schon vor der Wende!!!). Aber solange die Politik mit den o.g.Toastbrotstatistiken der Bevölkerung suggeriert, den Ärzten ginge es (völlig unberechtigt) – nur – ums Geld, wird die Bevölkerung auch weiterhin die Ärzte verantwortlich machen (anstatt die eigentlich Verantwortlichen) und die, die sich zu Wort melden, als besonders rücksichtslose Rädelsführer ansehen, anstatt sie als „Whistleblower“ (Mahner, Warner) zu begreifen! In Deutschland wird halt immer noch lieber der Bote gekillt, als die Obrigkeit in Frage gestellt!

    Antwort

    • Posted by Benedicta on 18. September 2009 at 2:36 pm

      Naja, schon richtig. Nur: Satire muss dann auch deutlich als solche zu erkennen sein – und das kommt schriftlich oft nicht ganz so gut rüber (zumal man aus Amiland ja gerne mal hört, dass „der Deutsche an sich“ ein defektes Satire-Gen hat).
      Das zweite Problem ist: wenn sich beide Seiten in satirischen Statistiken überbieten, hat man irgendwann überhaupt keine Chance mehr, sich einen realistischen Überblick zu verschaffen. Das ist ja gewissermaßen mein Thema seit Anbeginn dieses Blogs… wenn die öffentlichen Daten nicht stimmen (sollen), will ich wissen warum und was korrekt wäre. NOCH blödere Daten bringen mir dann leider nix – und überzeugen mich logischerweise auch nicht.

      Das Argument „angesehener Beruf“ finde ich übrigens höchst kritisch. Genau dasselbe höre ich nämlich auch von Priestern und Lehrern… ganz klar, alle anderen sind Schuld am Ansehensverlust und an der mangelnden Ehrerbietung der restlichen Menschheit. Die eigene, über viele Jahre zur Schau gestellte Überheblichkeit und das schleichende Abgeben von Verantwortung haben damit natürlich ü-ber-haupt-nichts zu tun *augenroll*
      Versteh mich nicht falsch – die öffentliche Demontage gibt es natürlich (genauso wie bei Lehrern und Priestern). Die funktioniert aber ja nur, weil es Leute gibt, die dieser Demontage den Hebelpunkt liefern (aka schwarze Schafe im Berufsstand). Und wenn man sich dann noch auf dem „die andern halten mich ja eh für ’n Arsch, also kann ich mich auch so aufführen“ ausruht, ergibt sich eine Abwärtsspirale: neuer Ansatz für Demontage, mehr Frust, mehr „laissez-faire“, repeat until breakdown.
      Leider gibt es nur einen Ausweg: sich selbst ganz bewusst nach dem Idealbild zu verhalten und sich den Respekt mühsam zurück zu erobern. Die anderen werden nämlich sicher nicht den roten Teppich ausrollen.

      Zum Thema Whistleblower: leider nur zu wahr *seufz*

      Antwort

  6. Posted by Gerhard on 22. September 2009 at 11:04 pm

    „Psychische Erkrankungen“ sind gar keine.

    Drückeberger nennt man solcherart „erkrankte“.

    Antwort

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