SPD – mit miesesten Tricks auf dem Vormarsch


Es ist schon bestürzend, wie es die SPD mit übelsten Tricks schafft Stimmen zu sammeln und scheinbar gleichzeitig das Bild vom Saubermann zu behalten (s. Kommentar von Benedicta zu meinem gestrigen Artikel).

Da jubelt sie Politikern anderer Parteien einen Wahlaufruf unter und verwendet diesen dann in einem ganz anderen Kontext, so dass es aussieht, als hätten Abgeordnete anderer Parteien, aber auch Funktionäre des WWF oder der Gewerkschaften dazu aufgerufen, Kanzlerkandidat Steinmaier (-mayer, meier? – es lohnt sich nicht mehr sich die richtige Schreibe zu merken) zu unterstützen.

Pfui deibel ihr Roten. Ich hoffe in einer Woche bekommt ihr die gerechte Strafe – 15% das reicht !!!

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7 responses to this post.

  1. Posted by Benedicta on 21. September 2009 at 12:43 am

    Schön, wenn man ein Feindbild hat, gell?
    DU, der du immer die Pressepolemik gegen die Ärzte kritisierst – bist du dir GANZ sicher, dass die Pressepolemik gegen Steinmeier besser recherchiert ist?
    Falls es so stimmt, ist es mit Sicherheit nicht in Ordnung. Nüchtern betrachtet ist es aber auch ganz schön naiv von Mitgliedern anderer Parteien, in Wahlkampfzeiten irgendwas zu unterzeichnen ohne vorher genauer nachzufragen…
    Ich warte mal ab, was da noch rauskommt (DASS es auch bei den Roten faule Eier im Korb gibt, hab ich ja gar nicht bestritten – man geht dort nur anders mit ihnen um als bei den Schwarzen).
    Korrekte Schreibweise ist übrigens eine Sache der Höflichkeit – Unhöflichkeit deklassiert nicht den Beschimpften, sondern den, der unhöflich ist.

    Kommt jetzt eigentlich noch die Sachpolitik deiner Wunschpolitiker oder gibts doch keine? *stichel*
    Deine Analyse der grünen Gesundheitspolitik würde mich natürlich auch interessieren – es ist immer spannend, Sachargumente zu hören die auf einem anderen Standpunkt und einer anderen Bewertung beruhen als die eigenen.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 21. September 2009 at 6:38 am

      Liebe Benedicta,
      in den letzten Wochen dachte ich wirklich, ich hätte es mit einer intelligenten, offenen und bemüht objektiven Diskussonpartnerin zu tun. Jetzt entpuppst Du Dich leider immer mehr als völlig naive und gnadenlos unkritische SPD-Anhängerin, die nun, da ich eine Woche vor der Wahl eindeutig auf die SPD einhaue, mit plötzlich nicht mehr wirklich intelligenten Argumenten zurückschlägt.
      Da findest Du Ullas Urlaubsfahrten ganz toll – kannst legal von legitim nicht unterscheiden – und zweifelst Aussagen von WWF-Funktionären und Zeitungsmeldungen an, die ja eindeutig überprüfbar sind und waren. Der Wahlaufruf der SPD war ja öffentlich. Oh je. Aber danke für Deine Offenheit, aber zu einer neutralen Diskussion kannst DU hier absolut NICHTS mehr beitragen, das hast Du in den letzten beiden Tagen bewiesen. Trotzdem danke.

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      • Posted by Benedicta on 21. September 2009 at 2:46 pm

        Nur gut, dass du dein Geld nicht als Hellseher verdienen musst – da würdest du verhungern.
        Nein, ich habe NICHT die SPD gewählt (und auch nicht die Linke). Trotzdem halte ich die SPD im Vergleich zur FDP für das kleinere Übel.

        Wie wäre es denn, wenn du zur Abwechslung mal auf meine Sachargumente eingehst (was du bisher noch NIE getan hast), anstatt mich als dumm und naiv zu beschimpfen, sobald ich nicht deiner Meinung bin? Von sonderlich guter Diskussionskultur deinerseits zeugt das nämlich nicht gerade. Vielleicht gibt es ja auch das eine oder andere Sachgebiet, von dem ich mehr verstehe als du – wer weiß?
        DU bist derjenige, der hier in den letzten Tagen in billigste Polemik abgleitet – ja bitteschön, verlangst du wirklich, dass ich DAS für bare Münze nehme? Das ist allerdings eine Beleidigung meiner Intelligenz – und deiner nicht würdig.

        Um mal eine politische Standortbestimmung abzugeben:
        Die einzige brauchbare Politik machen (in meinen Augen) derzeit die Grünen.
        Die bringen Sachthemen, versuchen Lösungen zu entwickeln und machen das nicht von irgendwelchen Personalien auf Kindergartenniveau abhängig. Sie versuchen da, wo die Ideale der Realität nicht standhalten (können) Kompromisse zu finden. Kurz: sie sind Pragmatiker geworden (Künast sagte in einer Diskussionsrunde „diese Prozesse brauchen Zeit – das geht nicht von heute auf morgen“. JA! Danke! Endlich mal jemand, der mir nicht erzählen will dass am Wahltag alle Probleme der Welt gelöst sind wenn ich nur das richtige Kreuzchen mache.) Mal ganz nüchtern betrachtet sind die Grünen damit derzeit die einzige Partei, die demokratisch arbeitet – und DAS ist für mich von fundamentaler Wichtigkeit. Dass die Sachthemen ganz zufällig größtenteils mit meinen Meinungen übereinstimmen ist da nur noch die Sahne auf dem Kuchen.
        Trittin fährt übrigens mit der U-Bahn zum Interview… da kann ihm auch kein Dienstwagen geklaut werden 😉

        Antwort

  2. Ich möchte allen das Buch „Die Tore der Welt“ von Ken Follet empfehlen. Wenn man dieses Buch aufmerksam liest versteht man die Probleme unserer Tage. Es wird einem plötzlich kar, wir leben im Mittelalter. Die wirtschaftliche Äbhängigkeit eines Kassenarztes ist genau die eines Leibeigenen im Mittelalter (http://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft), und schlimmer noch, wenn man Ken Follets Buch glauben kann – und ich denke, dass kann man – so ist die Abhängigkeit eines Kassenarztes in Deutschland schlimmer noch, als die eines Leibeigenen im Englischen Mittelalter. Klar solch brutale Rechtmethoden wie Hexenverfolgung und Häutung bei lebendigem Leibe gibt es heute nicht mehr, aber diese Rechtsmethoden machen ja nicht das Wesen einer wirtschaftlichen Abhängigkeit wie in der Leibeigenschaft aus, diese brutalen Rechtsmethoden sind nur das Mittel der Einschüchterung. Hier haben wir heute andere modernere Methoden im Einsatz. (Zum Besipiel die pauschale Verleumdung der Ärzte als geldgierige Abzocker hat schon sehr viel gemein mit den Hexenprozessen des Mittelalters.)

    Man erkennt bei der Lektüre des Buches das geleich wirtschafthliche Grundstruktur zu gleichen Problemen führt:
    · Abwanderung guter Leute ins Ausland.
    · Abwanderung der Witschaft.
    · Wirtschaftlicher Niedergang oder zumindest ständig Geldmangel in den öffentlichen Kassen.
    · Respäsentation auf Kosten der Investitionen für wirklich Notwendiges.
    · Intrigen und Korruption überall.

    Sicher Du hast recht vieles hiervon haben wir der SPD zu verdanken, aber ich bin dennoch skeptisch, dass sich viel ändern wird, die Wähler sind dumm genug sich immer wieder das gleiche System zu wählen, genau wie sie im Mittelater den Feudalismus wieder gewählt hätten, wenn man damals eine Mehrheitsentscheidung herbeigeführt hätte. Und unter dem Druck der Massen werden sich letztlich auch alle anderen politschen Parteien beugen. Es geht deshalb nicht um den Sieg welcher Partei auch immer sondern um die Wiederhestellung bürgerlicher Grundrechte und das schließt die Abschaffung solcher wirtschaftlicher Organisationsformen wie der Leibeigenschaft ein.

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    • Posted by Benedicta on 21. September 2009 at 2:54 pm

      Diese Prozesse sind älter als die SPD-Politik – die stammen zum allergrößten Teil noch aus der Kohl-Ära. Die Regierung Schröder war nur die erste, die überhaupt versucht hat diese Themen anzugehen, was natürlich dazu geführt hat dass ein ganzer Sumpf von Filz und sonstigen Schweinereien ans Licht kam. Aber der, der die Leiche findet ist ja immer erstmal der Hauptverdächtige…

      Wenn du übrigens meinst, dass es Kassenärzte schlecht haben, dann soltest du dir mal über Schichtarbeiter und Leiharbeiter Gedanken machen, die teilweise bei voller Arbeitszeit so wenig verdienen, dass ihnen der Staat das Gehalt auf HartzIV aufstocken muss. DAS ist Leibeigenschaft. Und eine Partei wie die FDP, die die „Liberalisierung der Arbeitsmärkte“ fordert, WILL das.

      Antwort

  3. Jetzt lasst doch endlich das blöde „aber meine Partei ist besser“-Gezänk. Das klingt doch wie die Sandkasten-Streitereien „Mein Kuchen ist größer“ – „aber mein Kuchen ist schöner“! Habt Ihr eigentlich noch nicht begriffen, dass die Politiker samt ihrem Bundestag und Bundesrat und … nur das Kasperle-Theater für die Bürger sind! Die eigentliche Politik wird in den Ministerien gemacht, und deren Besetzung ändert sich auch nach einer Wahl nur sehr wenig – allenfalls ein paar politische Ministeriale (= Belohnungs-Posten für treue oder Maul-halte-Posten für allzu nass-forsche Parteigänger ).

    Wer vor bald 20 Jahren die BBC-Soap-Opera „Yes, Minister“ und die Nachfolgeserie „Yes, Premier-Minister“ (ein Lehrstück für allzu idealistische Demokraten) gesehen hat, ist geheilt! Merke: nicht die politischen Parteien oder die Abgeordneten regieren uns, sondern die von den Ministerien aufgebauten „Sachzwänge!“!

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