Der AOK-Wahnsinn geht weiter


Die Kassenlobby macht Druck auf die Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung.

Der stellvertretende AOK-Bundesvorsitzende Graalmann fordert, einen „Kostenkorridor“.
Konkret sollten die Ausgaben für die „Leistungserbringer“ (Krankenhäuser, Ärzte, Arzthelferinnen, Krankenschwestern, Pfleger, Physiotherapeuten) an das Wirtschaftswachstum gekoppelt werden. Selbstverständlich bei weiterhin für den Patienten scheinbar unbegrenzter Leistungserbringung.

Das bedeutet:
 ist das Wirtschaftswachstum negativ, erhalten Krankenhäuser, Ärzte etc. … auch weniger als im Vorjahr. Wohlgemerkt bei unveränderter Leistung, denn Krankheiten, deren Verlauf und Auftreten und schon gleich nicht deren Behandlung richten sich ja nicht nach dem Wirtschaftswachstum. 
Wenn also in einer Wirtschaftskrise beispielsweise  eine Grippeepidemie kommt, dann dürfen Krankenhäuser, Ärzte etc. doppelt soviel arbeiten für weniger Geld.

Schöner hätte der AOK-Mann die Perversion des aktuelle Systems nicht auf den Punkt bringen können. Die AOK bekommt aber mehr Geld, je kränker die Patienten sind, nämlich aus dem Gesundheitsfonds. Eleganterweise liegt aber mit einer pauschalisierten Vergütung der Leistungserbringer das Risiko ausschließlich bei diesen. Egal wie krank ihre Versicherten sind –  Die AOK zahlt denselben Betrag an die Leistungserbringer. 

Ich werde heute mal mit meinen Angestellten und meinem Vermieter darüber reden, ob es möglich wäre, auch die Miete und das Gehalt meiner Arzthelferinnen so „flexibel“ auszugestalten. Die werden mir den Voge zeigen. Sind das nicht Spielverderber?

Graalmann sprach aber nicht davon, dass die Gehälter seiner Angestellten und sein eigenes 6-stelliges Gehalt diesen Schwankungen unterliegen sollen.

Die AOK-Patenschaften der Vorstände – nichts anderes als Pseudonebenjobs um sich auf Kosten der Versicherten weiter zu bereichern, werden wohl auch nicht wachstumorientiert bezahlt werden.

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2 responses to this post.

  1. […] von bis zu 30% in Aussicht stellte. Dabei wollte ich eigentlich mehr Geld und nicht weniger als ein AOK Angestellter Gehalt. Dann kam unser bayerischer Gesundheitsminister und die Schlagzeile hieß: Söder KVB […]

    Antwort

  2. Posted by wenz on 4. Februar 2010 at 3:01 am

    AOK wir wollen dass sie gesund bleiben denn wenn sie krank werden brauchen sie mit uns nicht zu rechnen………….

    Antwort

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