Umfrage zur Praxisgebühr – bitte mitmachen!


Wie heute bekannt wurde, wollen Union und FDP die Praxisgebühr (aktuell 10€ pro Quartal, die nicht die Ärzte, sondern die Krankenkassen bekommen) abschaffen. Sie wurde 2004 als „Steuerungselement“ eingeführt.

Nun gibt es Gerüchte, dass zur Verhinderung „unnötiger“ Arztbesuche eine Gebühr pro Arztbesuch erhoben werden könnte. Diese soll deutlich niedriger, also im einstelligen Euro-Bereich liegen.

Ich möchte hier alle Leser auffordern, an meiner Umfrage teil zu nehmen, wie sich diese Änderung auf ihr persönliches Verhalten auswirken könnte. Bitte unterstützt die Umfrage durch Hinweise in Eurem Bekanntenkreis. Ich wäre auch dankbar, wenn meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen wie Die Gesundheitsexpertin, Monsterdoc, Medizynicus, Der Landarsch, Kinderdoc, Assistenzarzt, Vokalanästhesie, Hermione, Herr Pfleger, Psychodoctrix, Schwester Trauma , Doc Brown, … mitmachen könnten. Verlässliche Zahlen wären nützlich, um den entsprechenden Politikern auch Rückmeldung geben zu können.

Schon mal vielen Dank für die Teilnahme!

Wie würde sich eine Zuzahlung (im einstelligen Eurobereich) bei jedem Arztesuch auf Ihr Verhalten auswirken?

(polls)

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16 responses to this post.

  1. […] Christoph und die große weite Welt Leave a Comment  Dr. Geldgier hat in seinem Blog eine Umfrage zur Praxisgebühr gestartet und hofft auf zahlreiche […]

    Antwort

  2. Posted by Magrat on 23. Oktober 2009 at 9:52 am

    Vermutlich lässt man dann alle Vorsorgetermine und Gesundheitschecks ausfallen. Wenn dann doch was passiert, kann man ja immer noch zahlen. Und die kassen übernehmen eh wenig Vorsorge, klotzen dann aber, wenn alles kaputt ist.

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    • Posted by drgeldgier on 23. Oktober 2009 at 10:32 am

      Richtig – erst warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist und dann zig-tausende für Intensivstation und Reha zahlen. Das ist weiterhin das „Konzept“. VOR ALLEM durch den Gesundheitsfonds. Denn dort werden die Kassen noch dafür belohnt, wenn ihre Versicherten richtig krank sind (das nennt sich dann Morbi-RSA)

      Antwort

    • Ja, im Zweifelsfall mit dem Arztbesuch dann halt ein bisschen länger warten als früher, „wird schon von allein wieder weggehen“…

      Antwort

  3. […] Hier findet ihr seinen Artikel. […]

    Antwort

  4. Das wäre ne Katastrophe, da muss man auch noch Kleingeld in der Praxis bereithalten. Optimal wäre 7,89 Euro beispielsweise. Dann lieber ganz abschaffen.
    Übrigens twittert Daniel Bahr gerade: „Der Ausstieg aus dem Gesundheitsfonds ist gelungen!“ … Na, wenn das mal kein guter (Neu)anfang ist …

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  5. Posted by gesundheitsexpertin on 24. Oktober 2009 at 12:00 pm

    Na klar mache ich gerne mit:-) Und werd auch nochmal im Freundeskreis rumfragen….
    Zu meiner Antwort vorweg: ich bin ja nicht repräsentativ. Da ich nur zum Arzt gehe wenn es nun gar nicht mehr anders geht und mich ansonsten schön selbst therapiere und dank Arztausweis ja auch vor keiner Apo halt machen muss, bin ich vielleicht nicht gerade der Durchschnittsbürger. Aber ansonsten: Arzbesuch muss sein, wenn´s sein muss und da wird mich auch keine Gebühr von abhalten……

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    • Posted by analysed on 24. Oktober 2009 at 12:30 pm

      Dank Arztausweis sieht mich meine Hausärztin auch nur noch alle Schaltjahre. (Hab ich eigentlich noch eine Hausärztin?)
      Allerdings nützt der Ausweis auch nichts, wenn man dann teure Medikamente selber zahlen müsste, die man eigentlich auch über die Krankenkassen bekommen könnte. Insofern ist es bei mir immer ein Abwägen; bei einem meiner Dauer-Medis ist es für mich sogar günstiger, es selber zu kaufen als Busfahrkarte, Praxisgebühr und Zuzahlung zu zahlen:
      Fahre ich zu meiner Hausärztin (Fahrtkosten 4 Euro), zahle die Eintrittsgebühr (10 Euro) und dann die Rezeptgebühr (5 Euro), liege ich für mein L-Thyroxin bei 19 Euro, dazu Fahrzeit und Wartezeit auf die Unterschrift auf meinem Rezept.
      Gehe ich gleich in die nächste Apotheke meines Vertrauens, lege meinen Ausweis auf den Tisch und zahle das Medikament selber, bin ich bei etwa 14 Euro. Na?

      Antwort

  6. Nun ja…. ich selber werde weiterhin zum Arzt gehen, da ich chronisch krank bin und nicht bereit, meine Medikamente auf eigene Kappe zu kaufen (dazu sind sie schlicht zu teuer). Auch meine Patienten werden weiterhin kommen, außer, diese PRaxis würde auch auf Kinder ausgedehnt werden – dann würden viele sicherlich nicht mehr kommen, da bei uns doch viele Eltern (und deren Kinder) von Hartz IV leben, die Kassen ohnehin schon nicht bei den regelmäßigen Terminen zu den Fahrtkosten zuzahlen und die Eltern tatsächlich häufig überlegen müssen, ob sie es sich leisten können, ihrem Kind (und auch häufig sich selber) die notwendige therapeutische Hilfe zukommen lassen zu können…. Nein, ich denke da besser nicht drüber nach….

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  7. Posted by vokalanaesthesie on 24. Oktober 2009 at 1:12 pm

    Eintrittsgebühr weg? Gern. Schön wäre auch ein konstanter Abbau der Dokumentationsflut inklusive Personalfluktuation. Aber das sind dann gleich 2 Wünsche auf einmal.

    Finanzielle Gängelei zum Zwecke der Reglementierung? Quasi – dem Kind einen anderen Namen geben? Hmpf. Ich weiß nicht. Da muss es doch andere Möglichkeiten geben. Welche, fallen mir momentan nicht ein (komme eben vom Mittagessen -> träger Bauch & Hirn). Werde das mal mit meinem Mann besprechen, mal sehen, was der zum Thema beisteuern kann.

    Was mich persönlich betrifft, bleibt mir als Chroniker leider keine andere Wahl als der Bückling im Wartezimmer. 😦

    Antwort

  8. Posted by vokalanaesthesie on 24. Oktober 2009 at 1:15 pm

    Kleiner Nachtrag: Fast hätte ich die Umfrage Anästhesistentypisch “verschlafen”. Bitte um Entschuldigung für die Verspätung :-/

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  9. Posted by Lutz on 29. Oktober 2009 at 2:57 pm

    Einen Einfluß auf die Anzahl meiner Arztbesuche hat die Praxisgebühr mit Sicherheit nicht.
    Das ist doch kein Kinobesuch, bei dem sich die Frage stellt, ob ich mir das Leisten kann.

    Da derartige Änderungen den Geldbeutel der Betroffenen erfahrungsgemäß noch stärker belasten als bisher, bleibt mir nur zähneknirschend auch das noch zu zahlen.

    Antwort

  10. Hmmm. „Man“ würde seltener zum Arzt gehen. Also sich beim Schnupfen erst einmal mit einmal mit Kamillentee und Paracetamol ins Bett legen… aber spätestens für die AU müsste man dann ja doch zum Arzt. Von daher werden die AU’s wahrscheinlich so manchem Hausarzt das Überleben sichern. Vor allem in der derzeitigen Wirtschaftslage, wo man sich nicht traut, ohne AU auch nur einen oder zwei Tage krank zu machen.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 29. Oktober 2009 at 9:13 pm

      Danke für den Beitrag – wäre Dir dankbar für einen Hinweis auf die Umfrage, da ich möglichst deutlich mehr als 100 Stimmen abwarten möchte. Ich finde das Ergebnis schon spannend – es soll sich bei der Zuzahlung pro Arztbesuch wie gesagt ja um einstellige Euro-Beträge handeln.

      Antwort

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