Squalen – oder wie man Halbwissen in der Schweinegrippen-Panik nutzt


Es ist schon grotesk  wie hier seit 2 Tagen ein Blogartikel die WordPress-Welt dominiert. Ein Bestandteil des Schweinegrippenimpfstoffes Pandremix, nämlich Squalen solle angeblich für das Golfkriegssyndrom verantwortlich sein und deshalb seien bei Massenimpfung in Deutschland Millionen von ähnlichen Erkrankungen zu erwarten. Dabei wird dann auch das Golfkriegssyndrom mit Fibromyalgiesyndrom verwurschtelt, etc. … echt grausam.

Möchte nicht wissen wie viele tausende von Klicks diese Seite hatte und vor allem die Homepage der Ärztin. Sehr geschäftstüchtig.

Ich möchte hier auf ein Blitz-Arznei-Telegramm von heute verweisen. Hier werden – pharma-unabhängig (!!!) – sehr schön die Hintergründe beleuchtet.

Für das Golfkriegssyndrom sind wahrscheinlich ganz andere Faktoren verantwortlich. Die kleine Studie von 2000, die angeblich beweisen soll, dass Squalen dafür anzuschuldigen sei, ist äußerst umstritten.

 Der Schaden, den solche reisserischen Artikel für die Volksgesundheit anrichten, könnte unermesslich sein.

Ergänzung vom 14.11.09: Hier auch die aktuelle Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts

Ähnliche Artikel:
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Schweinegrippe – oder: kein Schwein kennt sich aus

„Schweinegrippe“ – Info eines Experten

 

 

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6 responses to this post.

  1. Posted by Reporter on 14. November 2009 at 12:31 am

    Dr. Geldgier, ..“sind wahrscheinlich ganz andere Faktoren verantwortlich“.. hilft uns nicht weiter, wenn es um Risiken für Frauen und Kinder geht.
    Sie können sich und Ihre Kinder gerne gesund spritzen lassen – viel Vergnügen! Vielleicht sollten Sie auch die anderen Artikel auf der genannten Seite lesen, die klar belegen, dass die Wirkverstärker mehr sind als Olivenöl (Squalen) im Salat der über den Verdauungstrakt aufgenommen wird.. Durch die Injektion der Impfung mit Wirkverstärker in den Körper, wird das Immunsystem überstimuliert. Dadurch steigt das Risiko an Autoimmun-Reaktionen. Klären Sie das mit Spezialisten und führen Sie ggf ein Interview dazu, das wird Sie belehren. Wir sprechen von ca. 30 Millionen Impfungen und Millionen Kindern!

    Studie der Bundesregierung zur Entstehung von Autoimmunkrankheiten von 1995:
    Die Wirkung von Quecksilbersalzen (Thiomersal) auf Antigene
    http://amalgam.homepage.t-online.de/dokument/bmbf1.pdf

    Experten zum Impfstoff und Autoimmun-Reaktionen:
    http://www.3sat.de/nano/news/88574/index.html

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 14. November 2009 at 12:48 am

      Wenn Sie dieses Blog aufmerksam lesen, dann werden Sie sehen, dass ich alles andere als ein kritikloser Impfbefürworter bin. Nur die Panikmache in die andere Richtung und dann mit dieser uralten Golfkriegskamelle bringt nicht wirklich weiter.

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      • Mensch Dr. Geldgier, jetzt lass Dich doch mal endlich belehren! Denk doch mal einer an die Kinder!
        (sorry, das war jetzt äußerst unkonstruktiv, aber es musste mal sein)

        Antwort

  2. Posted by Ich on 14. November 2009 at 8:59 am

    „Der Schaden, den solche reisserischen Artikel für die Volksgesundheit anrichten, könnte unermesslich sein.“

    Vielleicht interessiert sich die eine oder der andere ja mal für nüchterne Fakten, anstatt für „wahrscheinlich – könnte – hätte – wollte – womöglich“!

    http://newstopaktuell.wordpress.com/klimawandel-oder-wie-man-ganze-volker-fur-blod-verkauft/

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 14. November 2009 at 6:32 pm

      Die offizielle Impfempfehlung beruht doch nicht darauf, dass das Virus momentan schon verheerende Todesraten erzeugt – tut es ja definitiv nicht.
      Im Vordergrund der Impfempfehlung steht letztlich auch nicht der individuelle Nutzen des Einzelnen von der Impfung, sondern schlicht und ergreifend der Seuchen-theoretische.
      Wissenschaftler befürchten schlichtweg, dass in kurzer Zeit eine Mutation des Virusgenoms zu einer dtl. Verschlimmerung der Verläufe bei dann extrem hoher Ansteckungsrate haben könnte. Letztlich ist – das ist auch meine Skepsis – wiederum unklar, ob die aktuelle „Neue-Influenza“-Impfung dann auch gegen das mutierte Virus hilft zweifelhaft.
      Der von Ihnen zitierte Link ist genau ein solcher Laienartikel, der hier Todesstatistiken, Anti-Pharma-Stimmung etc. derart vermengt, dass es letztlich nichts mehr mit sachlicher Information zu tun hat.

      Antwort

  3. Die Frage, ob man sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollte oder nicht, wird sicherlich noch eine ganze Zeit diskutiert werden. So lange der Verlauf der Schweinegrippe so mild bleibt wie bislang werden viele Menschen hoffe ich wohl zunächst von einer Impfung absehen. Viele machen sich da Gedanken und machen neue Erfindungen …
    http://www.land-der-erfinder.ch/?p=702

    Antwort

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