Geldfresser Krankenkasse – da ist Euer Geld !


Fakten, Fakten, Fakten, …
Mir wurde hier ja oft schon das Niveau der „4 großen Buchstaben“ vorgeworfen. Deshalb erlaube ich mir, zur Vereinfachung, heute mal die BILD-online zu zitieren:

„Dafür geben Krankenkassen Millionen aus“

Die Zahlen kommen allerdings von den 28-Buchstaben, nämlich dem Bundesgesundheitsministerium:

Verwaltungskosten der Gesetzlichen Krankenkassen 2008: 8,283 Mrd. €
davon:
– Personalkosten  7,128 Mrd. €
– Sachliche Verwaltungskosten  2,117 Mrd. €
– 131 Millionen € nur für Werbung !
– 23 Millionen € für Dienstwagen !

 

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10 responses to this post.

  1. krass…. soviel schlucken allein Werbung und Dienstwagen? Da kann man aber ne Menge einsparen anfangen und Zusatzbeiträge streichen….

    Aber halt, man fängt ja gerne bei den kleinen Leuten an zu sparen oder mehr zu verlangen, bevor man bei sich selber nachsieht…. ich vergaß.

    Antwort

  2. Leider kann man mit „nur“ 23 Millionen Euro für Dienstwagen nahezu nichts sparen. Es ist auch fast nichts. Das GKV-Gesamtvolumen beträgt über 180 Mrd. Euro. Man muss solche Zahlen immer ins richtige Verhältnis rücken. Das sollte eigentlich auch für Journalisten gelten. Jeder Monat ohne Zusatzbeitrag, der übrigens politisch gewollt ist (Rechtsgrundlage: Wettbewerbsstärkungsgesetz) kostet die GKV fast 500 Millionen Euro. Die Personalkosten liegen unter 5% der Jahres-Ausgaben. Eine Wert, den kaum ein deutsches Unternehmen erreicht… Ich finde das überhaupt nicht krass, sondern sparsam…

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 6. Februar 2010 at 8:57 pm

      Das ist nun aber ein typischer Äpfel-Birnen-Vergleich.
      Die Personalkosten einer Versicherung, die eigentlich nur Geld verschieben muss, nämlich aus dem Gesundheitsfonds die Zuteilung erhalten und das Geld an die KVen weiterleiten und zwar in vorher schon festgelegten Mengen (also ohne mit dem einzelnen Arzt abzurechnen) sind doch was anderes als in einem Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen. Das ist doch klar, dass bei letzteren erheblich Personalintensiver gearbeitet wird.
      Die Verwaltungsausgaben von 8,3 Mrd. (2008) stellen mehr als 75% Zuwachs gegen über 1991 dar.

      Antwort

      • Posted by Benedicta on 7. Februar 2010 at 5:54 pm

        Auauau.
        Mir DER Argumentation, mein lieber Dr. Geldgier, stellst du dir selbst ein Bein – dann dürftest du nämlich bei den Ärzte-Honoraren auch keinerlei „drumrum“ (Praxisräume, Empfangsdame, Praxissoftware, undundund) berechnen.

        KVen machen schließlich auch Kundenbetreuung – Versicherungskarten verschicken, Mitgliedschaftsbescheinigungen ausstellen, Heil- und Kostenpläne begutachten, und vermutlich noch mehr das ich bisher nicht in Anspruch genommen habe. Alles Zeug, dass nicht ohne Personal geht!

        (Die Frage nach dem relativen Anteil hätte ich übrigens auch gestellt, wenn sie rundumkiel nicht schon beantwortet hätte ;))

        Antwort

      • Posted by Volker on 8. Februar 2010 at 10:24 am

        Wilde Zahlen vergleichen kann ich auch, Herr Dr. Geldgier:
        Zwischen 1991 und 2008 sind 17 Jahre vergangen. Setzt man die durchschnittliche Inflationsrate mit 1% p. a. an sind das allein schon 18%, bei 2% p.a. übrigens 40% Steigerung gegenüber 1991. Ich habe gerade eine Quelle gefunden (OK, nicht wirklich seriös): http://www.dia-vorsorge.de/downloads/df030109.pdf, die sogar von 2,8% Inflation p. a. spricht. In dem Falle wäre die Kostensteigerung ca. 60% allein durch die Inflation. Wie hoch war nochmal die durchschnittliche Einkommenssteigerung für abhängig beschäftigte?
        Die einzigen Zahlen, die ich gefunden habe beziehen sich auf den Zeitraum 1999-2003, da waren es 2-3% p. a. Aus „Deinen“ Zahlen errechne ich eine Kostensteigerung von unter 3,5% p.a. Gar nicht so schlimm, oder? Wenn man dann bedenkt, dass dort sicher auch eingestellt wurde, um die Mehrarbeit zu erledigen ist die Kostensteigerung eher noch moderat zu nennen, finde ich.

        Nicht, dass ich jetzt ein Fan der Kranken Kassen bin, aber ich denke, man sollte Statistiken etwas skeptischer betrachten und nicht einfach nur draufhauen.
        Volker

        Antwort

  3. Posted by schwestertrauma on 6. Februar 2010 at 8:42 pm

    Danke. Das muntert einen ja richtig auf… 😉

    Antwort

  4. @schwesterntrauma: Gern geschehen… man tut halt was man kann… schönen Abend noch…

    Antwort

  5. auch an den oben erwähnten Zahlen lässt sich bestimmt einiges einsparen, aber ich befürchte, genau das steht überhaupt nicht zur Debatte …

    Antwort

  6. […] etwas spät dran – da waren andere schneller Aber auch ich will nicht unerwähnt lassen, dass die Verwaltungsausgaben der Kranken […]

    Antwort

  7. Posted by Special Agent Gibbs on 7. Februar 2010 at 11:26 pm

    Einfach nur Wahnsinn…

    Antwort

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