Felix Austria


Wem der Vergleich vom Samstag zu tierisch war, heute mal ein Blick zu unseren Nachbarn in der Alpenrepublik Österreich. Ein Kollege hatte eine Rechnung aus „felix austria“ erhalten, wohl für eine Frakturversorgung:

Ordination außerhalb der Sprechstunde:  53.-€ 
Zuschlag für Erstuntersuchung:                    10.-€ 
Röntgen 13×8                                                        45.-€ 
Unterarmgips gespalten                                    83.-€
Summe                                                                 191.-€ 

So siehts aus, wenn ärztliche Leistung angemessen honoriert wird. 

Bei uns: „Flatrate-Germania“
RLV (all-inclusive-Flatrate)                            24.-€
+  Röntgen        13×8                                            10.50€
Summe                                                                     34.50 € 

Er beschließt sein Posting mit:
„Und da soll noch einmal einer sagen die Österreicher seien deppert. Die Trottel sind wir.“

 

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4 responses to this post.

  1. Posted by Benedicta on 2. März 2010 at 11:12 pm

    naja. wenn ein östereicher in deutschland versorgt wird, kriegt er auch ne privatrechnung… die dürfte ähnlich ausfallen.

    außerdem kriegst du die flatrate ja auch, wenn einer nur ein rezept holt – die idee ist, dass es sich mittelt.

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 3. März 2010 at 11:03 am

      Nein, das stimmt so nicht:
      1) Bei einem Pat. mit Vers.karte wird dieser Österreicher dann hier in D genauso über die KV abgerechnet wie ein Deutscher
      2) Für einen Pat. der nur sein Rezept abholt, erhalte ich nicht 42€, sondern ca. 8€. Aber Du hast dahingehend Recht, dass ich dann für einen anderen Pat. anstatt der 42€ zusätzlich 34€ abrechnen kann, die ich bei dem Rezeptpatienten nicht „verbraten“ habe. Allerdings geht dieses Mitteln der Werte nur bis zu einem gewissen Punkt, da ich im Durchschnitt seit Jahren für meine Patienten Leistungen im Wert von ca. 70€ pro Quartal erbringe, aktuell aber eben nur zw. 40-50€ erhalte. Der Rest ist meinerseits „Budget-Blödheit“ – eine Praxis im Rahmen eines Konzern-MVZs würde hier sofort Wirtschaftlichkeitsreserven wittern und mit verbieten kostenlos Leistungen zu erbringen. Wie das dann aussieht, kann ich Dir in meinem nächsten Beitrag anschaulich schildern.

      Antwort

    • Der Haken in Felix Austria ist, dass man sich als deutscher Kassenpatient erst einen österreichischen Berechtigungsschein bei der österreicischen Krankenversicherung abholen muss, bevor man beim österreichischen Arzt als Kassenpatient behandelt wird: Mach das mal mit ’nem gebrochenen Arm oder Fuß am Wochenende!

      Oder eben privat!

      Aber die Vergleichsrechnung wurde nicht vollständig wiedergegeben: Auch der Privatpatient bezahlt in Deutschland für die selbe Leistung nur etwa 70 bis 90 €!

      Antwort

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