Rösler: „starker innerer Kompass“


In einem aktuellen Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ nimmt unser mittlerweile nicht mehr ganz so neuer Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler Stellung zu seinem Arbeitsstil, der von manchen als zu zögerlich empfunden wird:

Die Entdeckung der Langsamkeit
Mein Stil ist es nicht, laut zu klappern, aber wenig zu erreichen. Das überlasse ich lieber anderen. Ich arbeite intensiv mit meinen Fachleuten. Und erst, wenn die Konzepte gereift sind, werden diese öffentlich diskutiert.“

Das mit dem Klappern ohne Taten bezog er wahrscheinlich auf Bayerns Gesundheitsminister Söder (CSU), der seiner Leidenschaft Querschüsse gegen seinen Berliner Amtskollegen zu setzen ungehemmt nachgeht, anstatt dafür zu Sorgen, dass seine vollmundigen Wahlversprechen eingehalten werden.

Starker innerer Kompass als Schutz vor Lobbyisten
Lobbyisten bezeichnet Rösler als „leicht zu durchschauen“, die ihn und seinen starken inneren Kompass nicht beeindrucken könnten. Dieser innere Kompass heisse für ihn „ein vernünftiges robustes Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen“

Kehrtwende benötigt Zeit
Mit dem Ausspruch „Ich kann in 100 Tagen nicht das alles wieder zum Guten wenden, was in elf Jahren versäumt wurde.“ bittet er letztlich um Geduld.

Im Prinzip ja, aber…
Prinzipiell klingt alles nachvollziehbar und vernünftig und Ihr wisst nur zu gut, dass ich dem neuen Minister wesentlich mehr gewogen bin, als seiner Vorgängerin. Aber als Arzt sollte der Kollege auch wissen, dass es Situationen gibt, in denen rasches Eingreifen nötig ist, um Schlimmeres zu verhindern.

Notfall Gesundheitswesen verlangt auch rasches Eingreifen
Der von rot-grün auf den Weg gebrachte und von rot-schwarz beschleunigt fortgeführte Kurs in eine konzerngesteuerte Medizin mit sozialistischer Enteignung der bisher freiberuflich im Gesundheitswesen Tätigen muss rasch gestoppt werden, bevor der point-of-no-return endgültig überschritten ist.

Die von rot-schwarz zuletzt gelegten Minen des Gesundheitsfonds gehen auch nach Regierungswechsel nach und nach, wie von Geisterhand gesteuert, hoch. Sie müssen dringend durch Notfallmaßnahmen entschärft werden.

Bei allem Verständnis für den Willen eine besonnene, wohl durchdachte Reform auf den Weg zu bringen, die endlich den Namen Reform verdient:

Herr Rösler, es brennt lichterloh im Land! Und bevor neue Landschaften entstehen können, müssen die Brände erst gelöscht werden!

 

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