Hochdeutsch als Krankheit


Gerade eben die Tochter einer schwer an Parkinson und Demenz erkrankten:

„Sie spricht plötzlich nach der Schrift, das ist sonst nie so, das kann doch nicht normal sein …“

Stimmt, sie hat eine Psychose im Rahmen der Demenz oder von meinen Parkinsonmedikamenten. Und überhaupt ist Bayerisch halt schöner 😉

ach übrigens – ja ich bin noch am Leben …

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3 responses to this post.

  1. oder Dialekt als Krankheit:
    in meine frühere Praxis im hintersten Allgäu kommt eine junge Mutter mit ihrem gerade eingeschulten Sohn „D’Lehrerin het g’seit (Anm.: Die Lehrerin hat gesagt), der braucht Logopädie“. Na ja, der Junge nuschelte etwas, also …
    Eine Woche später war ich auf Hausbesuch beim Großvater. Und siehe da, der Großvater, die Großmutter, der Vater, die Nachbarin, die Tante, alle haben sie genau so gesprochen, wie der Junge (Anm. an den Ohren hat’s ihmn offensichtlich nicht gefehlt!). Auf meine Frage, wer denn die Lehrerin sein: „De isch nui, de kommet aus d’r Großstod, aus Augschburg“ (Übersetzt: Die ist neu, die kommt aus der Großstadt, aus Augsburg).

    Antwort

  2. Oh ja, bayrisch ist echt grausam… als Franke erst recht… War 2 Jahre in einer tiefstbayrischen Gegend und musste teilweise eine Freundin fragen, was der Lehrer gesagt hat – im Englischunterricht!
    Im Fränkischen haben nur manche Außenseiter das Problem, das „hadde“ vom weichen D zu unterscheiden.. Oder, wie einer meinte, als er seinen Namen buchstabierte: “ und dann noch zwei hadde dobbl D“..

    Antwort

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