Heisse Luft – Raucher’s best


Gerade in Bayern kochten ja in den letzten Monaten die Emotionen bezüglich Rauchverbot in Lokalen und dem damit verbundenen Volksbegehren hoch.

Schauen wir uns doch mal die Auswirkungen der großen Freiheit Rauchen (wie früher so schön in diesen Cowboy-Werbungen zu sehen) an:

– 50% der Raucher sterben frühzeitig an Folgeerkrankungen

– jeder Raucher verliert im Schnitt 8 Jahre seines Lebens

– zwischen 35 und 70 Jahren verursacht Rauchen
   … etwa 35% der kardiovaskulären Todesfälle
   … 40-45% aller Krebstodesfälle
   … 75% aller chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen
   … 90-95% aller Lungenkarzinome

– in Deutschland sterben an den Folgen des Tabakkonsums ca. 110 – 140 Tsd. Menschen jährlich

– die Tabak-bedingten Folgekosten werde auf etwa 16 000 000 000  (in Worten sechzehn Milliarden) Euro jährlich geschätzt

(Quelle: K. Lieb e.a. „Intensivkurz Psychiatrie und Psychotherapie“, UrbanFischer 6.A. 2008)

Eine Schachtel Zigaretten müsste eigentlich 50 € kosten. Aber da wären wir wieder bei der Lobby …

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3 responses to this post.

  1. Interessant, dass hier niemand schreibt. Entweder rauchen alle selber oder die Zahl kam nicht an: 16 Mrd Euros… Die 5 Euro für den Liter Benzin, den die Grünen androhten, die hat doch auch jeder Autofahrer verinnerlicht. 50.-€ für die Zigaretten. Prima. Das ist die Zielmarke. Also ans Werk. kontinuierliches Steigern ist angesagt. Und Public Relation!

    Antwort

    • Posted by drgeldgier on 29. August 2010 at 7:05 am

      Ja, das war auch für mich beeindruckend, wie wortlos hier diese Fakten hingenommen wurden. Vielleicht hätte ich es kerniger formulieren sollen:
      Rauchen ist nicht chic, toll, eine lässliche Sünde oder so, sondern:
      Rauchen ist mega-asozial!!!

      Antwort

  2. Posted by Ex-Raucher on 25. Januar 2011 at 10:21 am

    Meine Meinung: Schätzungen sind keine Fakten und sollten zumindest nachvollziehbar dargelegt werden, sonst schätze ich die Kosten einfach mal auf 12 Mrd 😉 Fakt aber ist, dass die Raucher im Jahr 2009 14 Mrd Tabaksteuer bezahlt haben.
    Überhaupt, Kosten sind ja nicht für jeden etwas Schlimmes, jedenfalls nicht für den Empfänger des Geldes, oder?

    Es ist heute einfach, Nichtraucher zu bleiben: Werbeverbot, Rauchverbot und Aufklärung zeigen Wirkung. Noch in den 70ern kam man dagegen kaum am Glimmstengel vorbei, denn Rauchen gehörte zum Alltag wie das Butterbrot, über die gesundheitlichen Folgen hat man damals nichts gewusst. Schon als Kind sog man fleißig den Rauch der im Wohnzimmer qualmenden Eltern in sich hinein. Und, ja, als Jugendlicher verliebte man sich natürlich in die Freiheit des werbenden Marlboro-Cowboys.
    Die heute 50 Jahre alten „Cowboys“ sind nikotinsüchtig – und viele schaffen es nicht, diese verdammte Sucht zu besiegen. Denen nun zu sagen, dass das Rauchen „mega-asozial“ sei, ist unfair und bringt niemanden weiter.

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