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Offener Brief an Rösler – Pausenfüller

Ein verfilmter offener Brief von der „Aktionistin“ Renate Hartwig an unseren Noch-Minister.

Rhetorisch sicherlich verbesserungswürdig – inhaltlich aber beachtlich. Mal nicht aus der Ärzteecke. (Quelle: www.patient-informiert-sich.de )

Ich konnte es mir im „off“ nicht verkneifen.

… und noch ein Aprilscherz!

Ok, ok, manch einer hat es sofort gemerkt: die Sache mit der Schweiz und dem Verkauf meiner Praxis war LEIDER ein Aprilscherz meinerseits.

Schlimmer ist jedoch, dass Folgendes offensichtlich kein Aprilscherz war:

„Rösler will Landarztquote bei Studienzulassung“

So, so, da soll man sich als 18-jähriger nach dem Abi dazu verpflichten, dass man nach dem Medizinstudium Landarzt wird (also nach derzeitigem Stand eher schlecht verdient), damit man überhaupt einen Studienplatz bekommt. Und das soll dann eine Lösung dafür sein, dass die heutigen Studienabgänger oft nicht einmal mehr als Ärzte in diesem Land (also auch nicht mehr in der Stadt) arbeiten wollen??? Sehr durchdacht. Oh mei, oh mei, … so ein Schmarrrn würde der Bayer sagen.

Da wartet man monatelang auf eine zündende, wirliche Änderung des Kollisionskurses unseres Gesundheitssystems und dann sowas.

April, April !!!!

P.S.:
Hatte gerade noch eben einen jungen Medizinstudenten in der Praxis, der in Österreich studiert, weil er hier keine Studienplatz bekam. Er hätte sich nie jetzt schon für den Landarzt festgelegt, wo er noch keine Ahnung hat, welche Fächer ihn konkret interessieren und wo seine Begabungen liegen.
Ich hab mich ja auch erst gegen Ende des Studiums – nachdem ich wiederholt einen meiner Finger mit in die Platzwunde eingenäht hatte 🙂 –  dazu entschlossen doch nur Neurologe und nicht Chirurgen-Gott zu werden.

Feuer frei für die rote Presse: FDP-Hatz Teil 2

SPD-Lobbyismus war wohl nie ein Problem
Die Verlogenheit gipfelt doch darin, dass es jahrelang niemanden aufregte, dass Ulla Schmidt in ihrem Ministerium auch von Lobbyisten umgeben war, die ganz entscheidend, zum Wohle ihrer Lobby Einfluss genommen haben. Hier nur zwei prominente Beispiele:

Prof. K. Lauterbach

…, seit Jahren als DER Gesundheitsexperte der SPD gehandelt. Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken, eines Klinikgroßkonzerns, der auch in den ambulanten Facharztmarkt expandiert. Wird immer einfacher, da die Facharztpraxen derzeit durch die Lauterbachsche Taktik sturmreif zur Billigübernahme geschossen werden. Er hat dies im November 2008 auch in einem eigentlich skandalösen Vortrag vor „Gesundheitsunternehmern“ schon angekündigt. Wer gesunden Masochismus mitbringt und den katastrophalen Redestil des Professors erträgt, der sollte sich das mal reinziehen. Ist bestürzend, wie man da nicht mehr Patient ist, sondern Kunde bzw. Melk-Kuh (nach dem Motto: je kränker, desto besser…)
Kein Aufruhr in den Medien. Nichts. Im Gegenteil, ständig war und ist der Lobbyist zu Gast in irgendwelchen Talkshows, Interviews…

Franz Knieps

… ehem. Abteilungsleiter im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung). Einer der mächtigsten Männer hinter Ulla Schmidt. Wessen Lobby? Er war jahrelang Leiter des AOK-Bundesverbands. Was Wunder, dass die AOK durch die Weichenstellung der Gesundheitspolitik der letzten 9 Jahre drauf und dran ist zum GKV-Monopolisten zu werden?

Zweierlei Maß
Diese Lobbyisten wurden Frau Schmidt aber nie vorgehalten. Im Gegenteil, sie wurden sogar noch überallhin eingeladen. Aber der Herr Dr. Rösler, weil von der FDP, der ist ganz schnell einer der von Lobbyisten regiert werde.

Die deutsche Medienlandschaft ist gleichgeschaltet. Daran habe ich keinen Zweifel mehr, seitdem ich mich intensiv mit Politik beschäftige.

Rösler: Kontrollitis im System abbauen

In einem Interview mit der Hannoverschen „Neuen Presse“ (Montagsausgabe) soll unser neuer Bundesgesundheits-minister Folgendes gesprochen haben:

«Ich möchte, dass man gerade den Heilberufen mehr Vertrauen entgegenbringt. Die »Kontrollitis«im System muss verringert werden»

Ich hoffe, man kann ihn hier beim Wort nehmen. Nach all den Ärztehetzen der letzten Monaten – vor allem im Wahlkampf – tut das schon mal psychologisch gut.

Weihnachtsgeschenk aus dem Ministerium – unverblümt

Dr. Philipp Rösler – unser neuer Gesundheitsminister – scheint auch in weihnachtlicher Geberlaune zu sein. So verkündete er im Tagesspiegel, dass gesetzlich Versicherte keine Angst vor Leistungskürzungen haben müssten.

Leider will er nicht genauer erläutern wie er das machen will. Weiterhin dadurch, dass Ärzte 20-30% der Kosten umsonst erbringen?

Langsam erinnert mich auch dieser Gesundheitsminister an Norbert Blüm und sein „Die Rente ist sicher“-Geschwätz. Auch damals hatte keiner den Mut zuzugeben, dass die demographischen Veränderungen letztlich ein Umdenken bei der Rentenversicherung notwendig machen. Heute weiß dies jedes kleine Kind, was Blüm auch damals schon wußte.

Ähnlich ist es bei der Krankenversicherung. Die auf dem Kopf stehende Alterspyramide, verbunden mit immer mehr Alten und chronisch Kranken und dem medizinsichen Fortschritt wird unweigerlich zu einem chronischen Finanzierungsproblem der Krankenversicherung führen, wenn man weiterhin „alles für alle“ predigt.

Aber scheinbar ist nach der Wahl auch schon wieder vor der Wahl (s. Nordrhein-Westfalen).